15 December 2025, 20:27

Wärmewende in Gefahr: Warum Kommunen wie Schwetzingen an Milliardenlücken scheitern

Ein Zug auf Schienen mit Bäumen, Strommasten mit Kabeln, Autos und Gebäuden links, eine Brücke vorne und Rauch aus dem Zug.

Wärmewende in Gefahr: Warum Kommunen wie Schwetzingen an Milliardenlücken scheitern

Wärmewende: Kommunen kämpfen mit Milliardenlücke

Recherchen von CORRECTIV und SWR zeigen: Ohne Geld, klare Gesetze und schnellere Förderung droht die Wärmewende zu scheitern.

Die Stadt Schwetzingen hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Innerhalb von 15 Jahren sollen 70 Prozent der Öl- und Gasheizungen durch klimaneutrale Alternativen ersetzt werden. Der Plan schlägt mit geschätzten 90 Millionen Euro zu Buche. Kritiker halten solche Vorgaben unter den aktuellen Bedingungen jedoch für unrealistisch – manche bezeichnen den Zeitrahmen sogar als viel zu optimistisch.

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Baden-Württemberg war das erste Bundesland, das Städte verpflichtete, bis 2040 detaillierte Pläne für eine klimaneutrale Wärmeversorgung vorzulegen – fünf Jahre früher als die Vorgabe der Bundesregierung. Mit dieser Frist will das Land den Umstieg auf eine nachhaltige Wärmeversorgung beschleunigen. Doch viele Kommunen stehen vor enormen Hindernissen.

Der 90-Millionen-Plan von Schwetzingen verdeutlicht die Schwierigkeiten beim Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen. Angesichts von Finanzierungslücken, Personalmangel und Verzögerungen in der Bundespolitik fordern die Kommunen nun direkte Zuschüsse und schnellere Genehmigungsverfahren. Ob Baden-Württembergs frühe Klimaziele gelingen, hängt davon ab, ob diese Hürden in den kommenden Jahren überwunden werden.