CDU erhöht Druck: Rettungsplan für Deutschlands kriselnde Luftfahrtbranche

Admin User
2 Min.
Eine Reihe leerer Stühle in einem Flughafen-Terminal mit einem Teppichboden, einer Wand mit einer Uhr, Lampen an der Decke und Glasfenstern, durch die ein Flugzeug zu sehen ist.Admin User

CDU erhöht Druck: Rettungsplan für Deutschlands kriselnde Luftfahrtbranche

Deutschlands Luftfahrtbranche steht unter wachsendem finanziellen Druck – die Betriebskosten haben sich seit 2019 fast verdoppelt. Als Reaktion darauf hat die CDU auf ihrem 38. Bundesparteitag in Stuttgart einen Beschluss gefasst, um die Zukunft des Sektors zu sichern und regionale Flughäfen zu schützen. Die Partei drängt nun die eigene Regierung, die angekündigten Reformen zügig umzusetzen.

Im Mittelpunkt des CDU-Plans steht eine sofortige finanzielle Entlastung für Airlines und Flughäfen. Gefordert wird eine schnelle Senkung der Luftverkehrsabgabe, beginnend am 1. Juli 2025, mit dem langfristigen Ziel, die Steuer vollständig abzuschaffen. Ungeklärt bleibt jedoch, wie die erwartete Einnahmenlücke von 350 Millionen Euro geschlossen werden soll – ein Streitpunkt innerhalb der Koalition.

Auch nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) sind ein zentrales Thema: Die CDU schlägt Anpassungen bei den Beimischungsquoten vor, um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Fluggesellschaften zu erhalten. Ohne Änderungen drohe der Branche das Abgehängtwerden im internationalen Vergleich, warnt die Partei. Mehr Transparenz bei Sicherheitsgebühren ist eine weitere Forderung: Flughäfen sollen detaillierte Kostenaufschlüsselungen veröffentlichen und sicherstellen, dass Gebühren nur gesetzlich vorgeschriebene Ausgaben decken.

Über nationale Maßnahmen hinaus setzt sich die CDU für eine EU-weite Standardisierung der Flugsicherung ein, um Ineffizienzen abzubauen. Zudem soll die Subventionslaufzeit für Regionalflughäfen über das aktuelle Enddatum 2027 hinaus verlängert werden – diese seien unverzichtbar für lokalen Tourismus und Wirtschaft. Große Airlines sollen Unterstützung erhalten, um ihr Streckennetz aufrechtzuerhalten und einen weiteren Rückgang der Anbindungen zu verhindern.

Aktuell arbeitet die Bundesregierung an einer nationalen Luftfahrtstrategie, doch der CDU-Druck offenbart die Kluft zwischen politischen Ankündigungen und tatsächlicher Gesetzgebung. Ob die geplanten Steuersenkungen und Reformen Realität werden, hängt von Finanzierungsvereinbarungen und der Unterstützung anderer Parteien ab.

Die CDU hat klare Forderungen aufgestellt: niedrigere Steuern, fairere Gebühren und langfristige Subventionen für Regionalflughäfen. Falls umgesetzt, könnten die Maßnahmen die finanzielle Belastung der Airlines verringern und wichtige Verbindungen erhalten. Die nächste Hürde wird sein, die Vorschläge bis zum Stichtag 2025 in verbindliche Gesetze zu gießen.