Börse Stuttgart und Tradias fusionieren: Krypto-Markt in Europa wird neu aufgeteilt

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Ein Kreisdiagramm auf einem weiße Hintergrund, das die Marktkapitalisierungen verschiedener Kryptowährungen im Jahr 2016 zeigt, darunter Bitcoin, Ethereum und Litecoin, mit begleitendem Text, der die Kapitalisierungen erläutert.Admin User

Börse Stuttgart und Tradias fusionieren: Krypto-Markt in Europa wird neu aufgeteilt

Die Börse Stuttgart und ihre Tochtergesellschaft Börse Stuttgart Digital Exchange (BSDX) haben Pläne bekannt gegeben, mit der Tradias GmbH zu fusionieren. Die von der Kanzlei White & Case beratene Transaktion soll ihre Position auf dem europäischen Kryptohandelsmarkt stärken. Der Abschluss des Deals wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet, vorbehaltlich der regulatorischen Genehmigungen und der finalen Verhandlungen.

Tradias hat sich als spezialisiertes Krypto-Handelshaus in Europa einen starken Namen gemacht. Mit ihrem Fokus auf den Handel mit digitalen Vermögenswerten und Market-Making hat das Unternehmen eine breite Palette institutioneller Kunden gewonnen – darunter Neobroker wie Trade Republic, Banken wie die DWP Bank sowie öffentliche Institutionen. Die BSDX betreibt bereits heute das größte Kryptogeschäft unter den traditionellen Börsen auf dem Kontinent und bedient große Kunden wie die DZ Bank und die DekaBank.

Durch die Fusion verbinden sich zwei zentrale Akteure der Branche. White & Case begleitete den Prozess rechtlich und stellte ein Expertenteam aus den Bereichen Mergers & Acquisitions, Regulatorik, Steuerrecht, Arbeitsrecht und Kartellrecht zusammen. Die Beratung leiteten Prof. Roger Kiem, Stefan Bressler und Agmal Bahrami.

Auf Seiten der Börse Stuttgart Gruppe wurden die Verhandlungen von Maximilian Böstler, Thorsten Ehinger, Oliver Vins und Constantin Bettermann verantwortet. Das fusionierte Unternehmen wird seine Aktivitäten im Krypto-Brokerage und -Handel in ganz Europa ausbauen.

Der Deal steht noch unter dem Vorbehalt der regulatorischen Freigabe und laufender Gespräche. Nach dem Abschluss soll die Fusion eine leistungsfähigere Plattform für den Kryptohandel und institutionelle Dienstleistungen schaffen. Beide Unternehmen rechnen damit, die Transaktion bis Ende 2026 abzuschließen.