Revolutionäres Steppwelder-System macht Metallschweißen schneller und sauberer als je zuvor

Admin User
2 Min.
Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer Maschine mit einem Rad, das zum Formen von Metall verwendet wird.Admin User

Revolutionäres Steppwelder-System macht Metallschweißen schneller und sauberer als je zuvor

Forscher der Universität Stuttgart haben ein neues Schweißwerkzeug mit dem Namen Steppwelder entwickelt. Diese robotergestützte Schweißpistole nutzt die Rührreibschweißtechnik, um Metalle schnell und effizient zu verbinden. Das Projekt wird mit rund 1,4 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Das Steppwelder-System kommt ohne Zusatzmaterialien aus und erzeugt weder Rauch, Spritzer noch hohen Energieverlust. Sein zentrales Merkmal ist das "Steppstichnaht-Prinzip", das ein schnelles Schweißen sowohl flacher als auch komplexer 3D-Formen ermöglicht. Eine 50 Zentimeter lange Naht lässt sich in nur 1,5 bis 2 Sekunden fertigen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren verfügt die Pistole über einen aktiv beweglichen Gegenhalter, der direkt in das Werkzeug integriert ist. Dadurch entfällt die Notwendigkeit sperriger externer Stützvorrichtungen, was die Kompatibilität mit Standard-6-Achs-Industrierobotern ermöglicht. Die Technologie eignet sich besonders für Leichtbaukonstruktionen wie Batteriegehäuse oder große Gussteile.

Das Team strebt an, Steppwelder bis Juni 2026 für den industriellen Einsatz bereit zu haben. Zielbranchen sind die Automobil-, Luftfahrt- und Maschinenbauindustrie. Bisher haben jedoch – Stand Februar 2026 – keine großen Unternehmen dieser Sektoren Pläne bekannt gegeben, das System in ihre Produktionslinien zu integrieren.

Das Verfahren glänzt insbesondere beim Fügen hochfester Aluminiumlegierungen und ermöglicht deutliche Gewichtsreduzierungen bei komplexen Bauteilen. Seine Effizienz und Präzision könnten die Fertigung für anspruchsvolle Anwendungen deutlich vereinfachen.

Das Steppwelder-System verspricht schnelleres, saubereres und flexibleres Metallfügen für Branchen, die auf Leichtbaumaterialien setzen. Mit der Marktreife bis Mitte 2026 wird seine Verbreitung von Tests und der Einbindung durch Hersteller abhängen. Die Geschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit der Technologie könnte die Montage hochfester Komponenten in Zukunft grundlegend verändern.