Schillers *Wallenstein* in München: Krieg, Prigoschin und eine radikale Neuinszenierung
Schillers *Wallenstein* in München: Krieg, Prigoschin und eine radikale Neuinszenierung
Münchens Kammerspiele zeigen eine kühne Neuinterpretation von Friedrich von Schillers Wallenstein – eine Mischung aus Geschichte und modernen Parallelen. Unter der Regie von Jan-Christoph Gockel entstand eine siebenstündige Inszenierung, die Krieg, Verrat und den Aufstieg privater Militärmacht verwebt – mit verblüffenden Bezügen zu Jewgeni Prigoschin, dem verstorbenen Chef der Wagner-Gruppe. Der Abend begann nicht mit Drama, sondern mit einer Vortragsperformance des russischen Künstlers Sergei Okunew über Prigoschin, die den Ton für eine ehrgeizige, düster-humorvolle Neuerfindung des Klassikers setzte.
Die Aufführung eröffnete Okunew, dramaturgischer Assistent der Kammerspiele, mit einer pointiert-witzigen, recherchestarken Einführung über Prigoschin – bekannt als "Putins Koch". Mit Humor und sogar einem Harry-Potter-"Riddikulus"-Zauber skizzierte er den Aufstieg und das gewaltsame Ende des Wagner-Chefs. Sein Vortrag bereitete den Boden für Gockels fragmentarische Adaption des Wallenstein, in der Schillers Text stark gekürzt und mit Prologen, Epilogen sowie zeitgenössischen Einschüben durchsetzt wurde. Die Produktion endete mit einem flüchtigen Hoffnungsschimmer – einem seltenen Lichtmoment in einer ansonsten düsteren Auseinandersetzung mit Macht und Konflikt.
Gockels Wallenstein hinterließ einen bleibenden Eindruck durch seinen schonungslosen Blick auf militärische Hybris und die Kosten ungebremster Macht. Indem die Inszenierung Prigoschins Geschichte mit Schillers Tragödie des 17. Jahrhunderts verknüpfte – und Live-Performance mit Puppenspiel und mechanischen Experimenten verband –, zwang sie das Publikum zur Konfrontation mit den ewigen Kreisläufen des Krieges. Die Mischung aus Recherche, schwarzem Humor und theatralischer Innovation machte den Abend ebenso denkwürdig wie visuell packend.
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