Jeder Fünfte in Deutschland denkt über Auswanderung nach – doch nur wenige gehen wirklich

Einer von Fünf Denkt Über Auswanderung Nach - Jeder Fünfte in Deutschland denkt über Auswanderung nach – doch nur wenige gehen wirklich
Fast jeder fünfte Mensch in Deutschland hat laut aktueller Studien bereits über eine Auswanderung nachgedacht. Besonders stark verbreitet ist dieser Gedanke unter jüngeren Erwachsenen, hochgebildeten Personen und Menschen mit Migrationshintergrund. Wirtschaftliche Sorgen, politische Spannungen und persönliche Diskriminierungserfahrungen treiben diesen Trend voran.
Zwischen Sommer 2024 und Sommer 2025 zogen rund 21 Prozent der Bevölkerung einen Umzug ins Ausland in Betracht. Doch nur ein kleiner Teil plant tatsächlich, innerhalb des nächsten Jahres zu gehen.
Der häufigste Grund für Auswanderungsabsichten ist die Hoffnung auf ein besseres Leben – etwa die Hälfte derjenigen, die einen Weggang erwägen, nennt dies als Hauptmotiv. Doch auch die Sorge vor einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage spielt eine große Rolle: Inflation, Wohnungsnot und unsichere Arbeitsverhältnisse verunsichern viele.
Gesellschaftliche und politische Polarisierung verstärken das Unbehagen. Hitzig geführte Debatten über Migration, Asylpolitik und den Aufstieg rechtspopulistischer Kräfte werden häufig genannt. Für Menschen mit Migrationshintergrund kommen noch Diskriminierungserfahrungen und das Gefühl mangelnder Anerkennung hinzu. Daten des DeZIM-Panels zeigen einen deutlichen Anstieg der Auswanderungsüberlegungen kurz vor der Bundestagswahl im Februar 2025. Bei Zuwanderern und ihren Nachkommen stieg der Anteil derer, die über einen Wegzug nachdenken, in dieser Phase um etwa zehn Prozentpunkte. Insgesamt haben 34 Prozent der ersten Generation und 37 Prozent ihrer Nachkommen bereits mit dem Gedanken gespielt – im Vergleich zu nur 17 Prozent der Menschen ohne Migrationshintergrund.
Die Neigung zur Auswanderung variiert je nach Herkunft: Am stärksten ist sie bei Menschen mit familiären Wurzeln in der Türkei, dem Nahen Osten und Nordafrika, wo 39 Prozent einen Wegzug in Erwägung ziehen. Es folgen Personen mit Bezügen zur ehemaligen Sowjetunion (31 Prozent) und zur EU (28 Prozent). Viele mit Migrationsgeschichte nennen zudem persönliche Diskriminierungserfahrungen als entscheidenden Faktor.
Trotz dieser Zahlen bleibt die tatsächliche Abwanderung vergleichsweise gering. 2024 verließen 1,2 Millionen Menschen Deutschland. Zwar haben 34 bis 37 Prozent der Befragten irgendwann über eine Auswanderung nachgedacht, doch nur zwei Prozent planen konkret, innerhalb des nächsten Jahres ins Ausland zu ziehen. Die DeZIM-Erhebungen von Mitte 2025 zeigen, dass 26 Prozent der Zuwanderer bereits mit dem Gedanken gespielt haben – allerdings wollen nur drei Prozent ihn auch umsetzen.
Die Studie unterstreicht ein wachsendes Unsicherheitsgefühl in bestimmten Bevölkerungsgruppen Deutschlands. Wirtschaftlicher Druck, politische Auseinandersetzungen und Diskriminierungserfahrungen bringen immer mehr Menschen – insbesondere mit Migrationshintergrund – dazu, über eine Ausreise nachzudenken. Doch zwischen dem Gedanken an Auswanderung und der tatsächlichen Umsetzung klafft nach wie vor eine große Lücke.

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