Rastatt setzt auf Traktor-Generatoren für Notstrom in Krisenzeiten

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Ein Lastwagen parkt vor einem zerstörten Gebäude, umgeben von Menschen, Fahrzeugen, Zelten und Trümmern, unter einem bewölkten Himmel, was die Auswirkungen von Hurrikan Katrina illustriert.Admin User

Rastatt setzt auf Traktor-Generatoren für Notstrom in Krisenzeiten

Die Stadt Rastatt in Baden-Württemberg hat einen neuen Notstromplan für öffentliche Gebäude eingeführt. Angeregt durch den großflächigen Stromausfall in Berlin im September 2025, haben die Verantwortlichen drei Hallen mit traktorbasierten Stromaggregaten ausgestattet. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass wichtige Einrichtungen während Krisen weiterbetrieben werden können und den Bürgerinnen und Bürgern sichere Unterkünfte bieten.

Drei kommunale Gebäude dienen nun als offizielle Notunterkünfte: die Sporthalle in der St.-Michael-Straße 4 in Wintersdorf, die Sporthalle am Wiesenweg 51 in Niederbühl sowie die Festhalle in der Favoritestraße 42 in Förch. Die Standorte wurden aufgrund ihrer bestehenden Infrastruktur ausgewählt, zu der Umkleideräume, Duschen, Küchen und vor Ort gelagerte Heizmaterialien gehören.

Die Stadt hat Traktoren aus den Bereichen Tiefbau und Grünflächenmanagement mit speziellen Zapfwellen-Generatoren (PTO) ausgerüstet. Diese Aggregate lassen sich schnell an den Fahrzeugen montieren und verwandeln sie so in mobile Kraftwerke. Jeder Generator verfügt über mehrere Anschlüsse, sodass bei Bedarf zusätzliche Geräte mit Strom versorgt werden können.

Die Einrichtungskosten pro Halle beliefen sich auf knapp 20.000 Euro, wobei technische Installationen und Stromanschlüsse abgedeckt wurden. Laufende Wartungskosten werden jedoch nicht erwartet. Dank ihrer Heizsysteme bleiben die Hallen ganzjährig nutzbar und können so zu jeder Jahreszeit als Notfalltreffpunkte und Schutzräume dienen.

Rastatts neues System garantiert, dass kritische Einrichtungen auch bei Stromausfällen funktionieren. Die traktorbasierten Generatoren bieten eine flexible und kostengünstige Lösung – ohne zusätzliche Wartungsaufwendungen. Die Bürgerinnen und Bürger verfügen nun über drei zuverlässige Notunterkünfte, die für den Langzeitbetrieb in Krisensituationen ausgerüstet sind.