Protestantische Kirche konfrontiert Nazizeit-Rolle
Protestantische Kirche konfrontiert Nazizeit-Rolle
In den frühen 1930er-Jahren erstreckte sich die Gleichschaltungspolitik des NS-Regimes auch auf die evangelische Kirche in Deutschland. Bereits 1933 besetzten überwiegend NS-Anhänger Schlüsselpositionen. Als Reaktion gründeten oppositionelle Protestanten 1933 die Bekennende Kirche, die ab 1937 Verfolgung erlebte. Die anfängliche Anpassung der Kirche zeigte sich in der Übernahme des sogenannten "Arierparagraphen", der "Nichtarier" aus dem öffentlichen Leben ausschloss. Diese Erklärung wurde über Zeitungen und Rundfunksendungen weit verbreitet. Doch die Rolle der Kirche in der NS-Zeit geriet später in die Kritik. 1945 bewarb sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) um die Aufnahme in den Ökumenischen Rat der Kirchen, wurde jedoch zunächst aufgefordert, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Noch im selben Jahr veröffentlichten katholische Bischöfe einen Hirtenbrief, in dem sie die Mitschuld an NS-Verbrechen eingestanden – wenn auch mit gemischten Reaktionen. Die EKD legte schließlich 1945 die Stuttgarter Schulderklärung vor, in der sie die Mitverantwortung der Kirche für das "unermessliche Leid" während des Zweiten Weltkriegs anerkannte. Die Aufarbeitung der Rolle der evangelischen Kirche in der NS-Zeit hält innerhalb der Kirche bis heute an. Zwar wurden 1945 erste Schritte unternommen, doch die Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit bleibt ein fortlaufender Prozess.
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