18 January 2026, 08:00

Chemie-Unfall in Stockach: Undichtes Fass löst Großeinsatz der Feuerwehr aus

Zwei Feuerwehrleute in Schutzausrüstung und Gasmaske sprühen Wasser auf eine Wand mit Rauch, mit verschiedenen Gegenständen rechts und einem Textschild links.

Chemie-Unfall in Stockach: Undichtes Fass löst Großeinsatz der Feuerwehr aus

Einsatzkräfte rückten in den frühen Morgenstunden des Montags zu einem Industriebetrieb im Stockacher Gewerbegebiet Hardt aus. Gegen 06:25 Uhr war die Feuerwehr nach Auslösung eines Feueralarms alarmiert worden. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte ein undichtes Chemiefass im Keller des Gebäudes fest.

Der Vorfall begann mit dem Auslösen des Feueralarms in der Anlage. Die Mitarbeiter hatten das Gebäude bereits verlassen, als die Feuerwehr eintraf. Ein Trupp mit Atemschutz ortete schnell die Ursache: Ein IBC-Container, aus dem etwa 20 bis 30 Liter einer weißen Flüssigkeit austraten.

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Bei der Substanz handelte es sich, wie später bestätigt wurde, um Natriumhypochlorit-Lösung – im Alltag besser bekannt als Bleichmittel. Die Behörden bestätigten, dass es sich um ein ätzendes Industrie-Desinfektionsmittel handelte, das zwar nicht entzündlich war, dessen Dämpfe beim Abpumpen der Flüssigkeit jedoch vermutlich den Alarm ausgelöst hatten. Die Feuerwehr belüftete den betroffenen Bereich und schaltete benachbarte technische Anlagen ab. Nach etwa zwei Stunden konnte Entwarnung gegeben werden. Sieben Einsatzfahrzeuge, darunter Einheiten von Feuerwehr und Polizei, waren vor Ort im Einsatz. Der Betreiber der Anlage übernahm die weiteren Maßnahmen zur Beseitigung des Lecks.

Der Vorfall endete ohne Verletzte oder größere Schäden. Die Einsatzkräfte bestätigten, dass es sich bei der ausgetretenen Flüssigkeit um Natriumhypochlorit handelte – eine nicht brennbare, aber gefährliche Chemikalie. Die weiteren Aufräumarbeiten und Sicherheitsüberprüfungen obliegen nun dem Betreiber des Betriebs.