Baden-Württemberg pumpt 270 Millionen Euro in lebendige Städte und bezahlbaren Wohnraum
Noah FrankeBaden-Württemberg pumpt 270 Millionen Euro in lebendige Städte und bezahlbaren Wohnraum
Baden-Württemberg investiert massiv in seine Städte und Gemeinden. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hat für 2023 insgesamt 270,63 Millionen Euro für städtebauliche Projekte bereitgestellt. Die Mittel fließen in 319 Vorhaben in 283 Kommunen und sollen die Lebensqualität vor Ort steigern sowie lokale Räume nachhaltig umgestalten.
Im aktuellen Förderprogramm werden 57 neue Projekte und 262 laufende Sanierungsmaßnahmen unterstützt. Laut Angaben der Behörden entstehen dadurch rund 22.800 neue Wohnungen, davon 4.500 in neu ausgewiesenen Sanierungsgebieten. Zudem werden 9.700 bestehende Immobilien modernisiert, darunter 2.400 in frisch festgelegten Sanierungszonen.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Belebung von Innenstädten und der Umnutzung brachliegender Gewerbeflächen. Auch Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung, wie grüne und blaue Infrastruktur, spielen eine zentrale Rolle. Die Aufwertung öffentlicher Räume und die Förderung des sozialen Miteinanders bleiben zentrale Ziele.
Von den insgesamt 270,63 Millionen Euro stammen etwa 104 Millionen aus Bundesmitteln. Das Ministerium bezeichnet die Städtebauförderung als sein "wirksamstes Instrument" zur Gestaltung lokaler Veränderungen. Seit Beginn des Programms haben bereits über 900 Gemeinden in der Region Unterstützung erhalten.
Die Förderung soll lebendige, lebenswerte Quartiere schaffen und gleichzeitig den Wohnraummangel lindern. Modernisierungsprojekte und neue Grünflächen werden den Alltag in Baden-Württemberg spürbar verbessern. Die Initiative unterstreicht das langfristige Engagement der Region für eine nachhaltige Stadtentwicklung.
