04 February 2026, 22:18

Mannheim bereitet sich auf das neue Gewaltschutzgesetz bis 2032 vor

Eine Zeichnung einer Gruppe von Menschen, die um einen Tisch sitzen, mit Büchern und Gegenständen, und Text unten, der "brutaler Angriff - zur monatlichen Haft verurteilt" lautet.

Mannheim bereitet sich auf das neue Gewaltschutzgesetz bis 2032 vor

Mannheim veranstaltete kürzlich eine Fachkonferenz zum neuen Gewaltschutzgesetz in Deutschland

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Am 16. Januar fand in Mannheim eine Expertentagung statt, die sich mit der Vorbereitung auf die vollständige Umsetzung des neuen Gewaltschutzgesetzes bis 2032 befasste. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Stadt Frauen und Kinder besser vor häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt schützen kann.

Das Gewaltschutzgesetz trat zwar bereits im Februar 2025 in Kraft, doch seine zentralen Bestimmungen – darunter ein verbindlicher Anspruch auf Schutz und Beratung für Betroffene – werden erst 2032 rechtlich verbindlich. Zahra Deilami, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mannheim, betonte die Bedeutung des Gesetzes für die Bekämpfung von Gewalt und die Sicherstellung von Verantwortlichkeit.

Ziel der Konferenz war es, fachlich fundierte Strategien für die Umsetzung des Gesetzes in Mannheim zu koordinieren. Die Teilnehmer:innen hoben dabei wesentliche Maßnahmen hervor, darunter die fachliche Schulung von Kräften, eine engere Vernetzung der Hilfsangebote sowie Aufklärungskampagnen. Auch die Arbeit mit Täter:innen wurde als Priorität benannt.

Dr. Marie-Luise Löffler und Angela Müller-Schreckenberger erläuterten die Anforderungen und Herausforderungen des Gesetzes. Sie erklärten, wie die Bundesländer dauerhafte Unterstützungssysteme aufbauen müssen – etwa durch sichere Frauenhäuser und Beratungsstellen. Zudem stärkt das Gesetz präventive Maßnahmen, um Gewalt bereits im Vorfeld zu verhindern.

Besondere Aufmerksamkeit galt gefährdeten Gruppen wie Frauen mit Behinderungen, geflüchteten Frauen und wohnungslosen Betroffenen. Ziel ist es, diesen Personen barrierefreien Zugang zu Schutz und Hilfe zu ermöglichen. Allerdings liegen Stand Februar 2026 noch keine bundesweiten Statistiken zu neu eröffneten Frauenhäusern oder Beratungszentren vor. Auch das Bundesfamilienministerium hat bisher keine umfassenden Daten zum Stand der Umsetzung der 2032-Ziele veröffentlicht.

Die Konferenz markierte einen wichtigen Schritt in Mannheims Vorbereitung auf das Gewaltschutzgesetz. Bis 2032 müssen Städte strukturierte Hilfsangebote für Opfer häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt bereitstellen. Die aktuellen Diskussionen bilden nun die Grundlage für Schulungen, Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit in den kommenden Jahren.