Regionalverkehr in Baden-Württemberg bleibt trotz leichter Fortschritte problematisch
Regionalverkehr in Baden-Württemberg bleibt trotz leichter Fortschritte problematisch
Zufriedenheit der Fahrgäste mit dem Regionalverkehr in Baden-Württemberg leicht gestiegen – doch die Qualität bleibt problematisch
Die aktuelle Bewertung der regionalen und lokalen Bahnnetze in Deutschland zeigt anhaltende Herausforderungen: von maroder Infrastruktur bis hin zu nachlassender Pünktlichkeit. Trotz leichter Verbesserungen sorgen sich Fahrgäste weiterhin über mangelnde Sauberkeit und unzuverlässige Verbindungen.
In der ersten Jahreshälfte 2025 erreichte der deutsche Regionalverkehr im Durchschnitt nur 48 von 100 möglichen Punkten. Lediglich 15 der 32 Netze schnitten mit mehr als 50 Punkten ab – ein Zeichen für die anhaltenden Leistungsprobleme. In Baden-Württemberg stieg die Zufriedenheit der Fahrgäste leicht auf die Note 2,5, ein bescheidener Fortschritt angesichts der allgemeinen Unzufriedenheit.
Die Pünktlichkeit sank auf 77,93 Prozent und lag damit unter den Vorjahreswerten, während die Kapazitäten der Züge weiterhin knapp blieben. Auch die Sauberkeitsbewertungen verschlechterten sich in den meisten Regionen, was die Frustration der Reisenden zusätzlich steigerte. Verkehrsminister Winfried Hermann verwies auf die Belastungen des Sektors: steigende Fahrgastzahlen, bröckelnde Infrastruktur und knappe Budgets. Schlechte Baustellenkoordination und unzureichende Fahrgastinformationen wurden als wiederkehrende Probleme genannt.
Die DB InfraGO AG, zuständig für die Abstimmung von Gleisarbeiten und die Minimierung von Störungen, steht in der Kritik, wie Sperrungen gehandhabt werden. Da ab 2026 umfangreiche Gleisbauarbeiten geplant sind, warnen Beamte vor noch größeren Beeinträchtigungen, falls Kommunikation und Ersatzfahrpläne nicht verbessert werden. Personalengpässe und veraltete Infrastruktur belasten den Betrieb zusätzlich. Zwar gab es leichte Fortschritte bei der Zuverlässigkeit, doch der allgemeine Trend deutet auf ein System unter Druck hin. Ohne gezielte Maßnahmen prognostizieren Experten eine weitere Verschlechterung der Servicequalität.
Die Probleme des Schienenverkehrs sind offensichtlich: Überalterte Gleise, Personalengpässe und Budgetzwänge belasten die Leistung. Da sich die Zufriedenheitswerte kaum verbessern und große Bauvorhaben bevorstehen, müssen die Betreiber schnell handeln, um Störungen zu begrenzen. Bessere Kommunikation und verlässliche Alternativen während Sperrungen werden entscheidend sein, um ein weiteres Sinken des Vertrauens der Fahrgäste zu verhindern.
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