Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport

Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport
Mainz verliert in den vergangenen Monaten mehrere prägende Persönlichkeiten
In den letzten Monaten hat Mainz mehrere bedeutende Persönlichkeiten verloren, die in Kultur, Politik und Sport bleibende Spuren hinterlassen haben. Ihr Wirken erstreckte sich über Jahrzehnte und prägte alles – von den Karnevalstraditionen über politische Führung bis hin zu sozialem Engagement.
Zu den Verstorbenen zählen ein ehemaliger Ministerpräsident, eine wegweisende Journalistin sowie Schlüsselfiguren des Mainzer Fußballclubs und der Karnevalsszene.
Politik: Zwei prägende Gestalten Bernhard Vogel, der zwölf Jahre lang als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz amtierte, starb im Alter von 92 Jahren. Seine Führung hinterließ tiefgreifende Spuren in der Entwicklung der Region. Auch Herbert Mertin, ehemaliger Justizminister des Landes und langjähriger FDP-Politiker, verstarb mit 66 Jahren. Er hatte von 1999 bis 2006 sowie erneut ab 2016 bis zu seinem Tod ein Regierungsamt inne.
Journalismus und Medizin: Verlust an Erfahrung und Engagement Die Medienwelt trauert um Ekkehardt Gahntz, einen erfahrenen ZDF-Nachrichtenjournalisten, der über 25 Jahre das Programm des Senders mitprägte. Er starb mit 79 Jahren. Gleichzeitig verlor die Medizin mit Dr. Thomas Flohr, einem renommierten Onkologen, einen engagierten Forscher, der sein Leben der Weiterentwicklung der Krebstherapie widmete. Er wurde nur 57 Jahre alt.
Karneval: Zwei Säulen der Mainzer Tradition Die Karnevalsgemeinschaft beklagt den Tod von Dieter Wenger, dem langjährigen Chefdesigner der Wagenbauer beim Mainzer Carneval-Verein (MCV). Mit 84 Jahren starb er nach über sechs Jahrzehnten, in denen er die aufwendigen Motivwagen gestaltete, die den Rosenmontagszug prägten. Ebenfalls verstorben ist Elisabeth Klöver, die jahrzehntelang das MCV-Hofballett leitete und unzählige junge Tänzerinnen in der lebendigen Karnevalstradition der Stadt ausbildete. Sie wurde 85 Jahre alt.
Sport: Abschied von Vereinskoryphäen Im Fußball trauert der 1. FSV Mainz 05 um Holger Bernhardt, einen ehemaligen Torhüter, der bei einem Verkehrsunfall mit nur 52 Jahren ums Leben kam. Zudem verlor der Verein mit Sigurd Spielmann ein Ehrenmitglied, das 70 Jahre lang dem Club verbunden war und im Alter von 90 Jahren starb. Auch Barbara Rupp, die von 1983 bis 2008 den Förderverein Mainz Unterhaus leitete, zählt zu den beliebten Persönlichkeiten der Fußballszene.
Kultur und Soziales: Lücken in der Stadtgesellschaft Die Kulturszene verliert mit Ulf Glasenhardt einen engagierten Koordinator, der sich besonders für den Schon Schön Kulturverein und den Kulturpalast Wiesbaden einsetzte. Sein plötzlicher Tod hinterlässt eine Lücke in der regionalen Kunstlandschaft. Zudem starb Marita Boos-Waidosch, die langjährige Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz, die sich jahrzehntelang für Barrierefreiheit und Inklusion starkmachte.
Das Ende einer Ära – ihr Erbe bleibt Der Tod dieser Persönlichkeiten markiert das Ende ganzer Epochen in ihren jeweiligen Bereichen. Ob in der Politik, Medizin, im Journalismus oder in der Kultur – ihr Wirken hat Mainz und die Region entscheidend geprägt. Viele ihrer Leistungen werden die Stadt noch lange beeinflussen.

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