"Krisendarsteller": Wie ein Theaterstück Verschwörungsmythen mit Satire entlarvt
"Krisendarsteller": Wie ein Theaterstück Verschwörungsmythen mit Satire entlarvt
Eine mutige neue Performance stellt sich der dunklen Welt der Verschwörungstheorien direkt entgegen."Wir Krisendarsteller: Doppelgänger im Zorn!" – so der Titel des Stücks – bezieht sich auf einen rechtsextremen Mythos, der reale Tragödien als inszenierte Ereignisse abtut. Die Aufführung verbindet scharfe Satire mit ernüchternden Reflexionen darüber, wie sich Fehlinformationen in Krisenzeiten verbreiten.
Der Begriff "Krisendarsteller" (engl. "crisis actors") entstand ursprünglich in rechtsextremen US-Kreisen. Er diente dazu, Überlebende von Schießereien, Katastrophen und Pandemien als bezahlte Schauspieler zu diffamieren. In Deutschland tauchte die Theorie nach dem Schulmassaker von Parkland 2018 in den USA wieder auf. Bis 2020 hatte sie auch deutsche Debatten erreicht: AfD-nahe Gruppen bezeichneten Helfer nach den Anschlägen von Hanau fälschlich als "bezahlte Darsteller". Nach der Flutkatastrophe in der Eifel 2021 wurden Betroffene beschuldigt, ihr Leid nur vorzutäuschen, und später diffamierten Corona-Protestler Regierungsvertreter als "Krisendarsteller", die die Pandemie inszenierten.
Die Performance beginnt mit spielerischem Ton, doch nach Alexander Karschnias Monolog schlägt sie abrupt um. Sie hinterfragt, ob Schauspieler sich überhaupt auf Krisen vorbereiten sollten – um das Undenkbare zu proben oder gar vor Gericht auszusagen. Doch damit nicht genug: Das Stück entwirft ein "theatralisches Spiegelkabinett" der heutigen, sich überschneidenden Katastrophen – von nuklearen Drohungen über den Klimakollaps bis hin zu systemischen Versagensmustern. Selbst die Mondlandung wird auf den Kopf gestellt: Ein Mondrover entpuppt sich als Tesla, und plötzlich steht Neil Armstrongs historischer Moment infrage.
Den Höhepunkt bildet ein chorisches "The Show Must Go On", interpretiert von fünfzig Berliner Künstlern. Freddie Mercurys Hymne wird zur trotzig kollektiven Performance – ein Symbol für Durchhaltevermögen angesichts von Chaos und Schmerz.
Am Ende bleibt eine beunruhigende Frage: Wie können Gesellschaften echte Krisen bewältigen, wenn die Wahrheit selbst unter Beschuss steht? Indem die Aufführung die Rhetorik der Verschwörungstheorien umdeutet, zwingt sie zu einer Auseinandersetzung mit den Mythen, die das öffentliche Verständnis verzerren. Mit einer Mischung aus Satire, Gesang und ernüchternden Fakten spiegelt das Stück den Kampf wider, Fiktion und Realität in einer Zeit tiefer Spaltung zu trennen.
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