FDP kämpft nach Wahldebakel und Wissings Rückzug um politische Zukunft

FDP kämpft nach Wahldebakel und Wissings Rückzug um politische Zukunft
Die Freie Demokratische Partei (FDP) steht nach ihren enttäuschenden Wahlergebnissen der letzten Zeit vor einer ungewissen Zukunft. Der ehemalige Generalsekretär Volker Wissing hat die Partei inzwischen verlassen und einen Rückkehr in den Bundestag für unwahrscheinlich erklärt. Sein Rückzug folgt auf das Scheitern der Ampelkoalition in Deutschland Ende 2024 sowie das Verfehlen des Einzugs der FDP bei den vorgezogenen Bundestagswahlen im Februar.
Im Februar hatte die FDP einen herben Rückschlag erlitten, als sie an der Fünf-Prozent-Hürde für den Bundestag scheiterte. Seither bleibt die Partei ohne parlamentarische Vertretung und kämpft um die Rückkehr in die Gunst der Wähler. Aktuelle Umfragen sehen sie unter dem neuen Vorsitzenden Christian Dürr, der nach Christian Lindners Rückzug aus der Politik die Führung übernahm, nur noch bei drei bis vier Prozent.
Wissing, der als Generalsekretär amtierte, kritisiert den Kurs der Partei hin zu einer stärker libertären Ausrichtung. Diese Entwicklung habe, so seine Argumentation, die Anziehungskraft der FDP auf ein breiteres Wählerpublikum geschwächt. Trotz der schwierigen Lage bereitet sich die FDP nun auf die Landtagswahl in Baden-Württemberg vor – der offizielle Wahlkampfstart erfolgt am 6. Januar bei einer Epiphanias-Veranstaltung in Stuttgart.
Die FDP steht vor einem steinigen Weg, um politisch wieder Fuß zu fassen. Mit Wissings Abgang und den schlechten Umfragewerten rückt der Fokus zunächst auf die anstehenden Landeswahlen. Ob es der Partei gelingt, das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen, wird maßgeblich von ihren Ergebnissen bei den kommenden Regionalwahlen abhängen.

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