Entführungsfall in Rulantica führt zu bundesweiten Sicherheitsreformen in Freizeitbädern
Albtraum im Rulantica-Becken: Wie der Sechsjährige verschwand - Entführungsfall in Rulantica führt zu bundesweiten Sicherheitsreformen in Freizeitbädern
Ein 31-jähriger Rumäne steht derzeit vor dem Landgericht Freiburg wegen der Entführung und Misshandlung eines sechsjährigen Mädchens im Wasserpark Rulantica im Sommer 2023. Der Vorfall löste flächendeckende Änderungen der Sicherheitsvorkehrungen in deutschen Freizeitbädern aus, darunter strengere Überwachung und verbesserte Notfallmaßnahmen.
Das Mädchen verschwand, während sein Vater in der Nähe war und die Mutter mit dem jüngeren Geschwisterkind in einem Planschbereich spielte. Stunden später wurde es allein im Wald aufgefunden – verletzt, verängstigt und nur mit Bikini und Badeschuhen bekleidet.
Zuletzt war das Kind dabei gesehen worden, auf ein temporäres Tattoo zu warten, bevor es innerhalb weniger Augenblicke spurlos verschwand. Der Vater, der sich kurz abgewandt hatte, schlug Alarm, als er seine Tochter nicht mehr finden konnte. Unterdessen floh der Verdächtige vom Tatort und wurde eine Woche später in Rumänien festgenommen. Die Ermittler sicherten später Kleidungsstücke, die er mutmaßlich während der Tat getragen hatte.
Der Angeklagte soll das Mädchen laut Anklage vom Poolbereich weggelockt, misshandelt und ihr Kokain angeboten haben, um Widerstand zu verhindern. Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Gericht haben sich auf eine mögliche Strafe von drei Jahren und neun Monaten bis vier Jahren und neun Monaten geeinigt – vorausgesetzt, der Mann gesteht. Bisher hat er jedoch kaum über seine ersten Aussagen hinausgehende Details preisgegeben. Die Eltern des Mädchens sagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus, um ihre Identität zu schützen.
Nach dem Vorfall führte der Europa-Park verschärfte Sicherheitsmaßnahmen ein. Dazu gehören zusätzliche technische Kontrollen und Armbänder, die Ein- und Ausgänge erfassen und gleichzeitig als Zahlungsmittel dienen. Familien können nun mehrere Armbänder verknüpfen, sodass Minderjährige den Park nur in Begleitung einer erwachsenen Person aus derselben Buchung verlassen können.
Die Tragödie veranlasste deutsche Behörden und Branchenverbände zudem, bundesweit strengere Sicherheitsregeln durchzusetzen. Die neuen DGUV-Richtlinien 2024 schreiben nun verpflichtende Videoüberwachung, mehr Aufsichtspersonal pro Bereich und optimierte Notfallpläne vor. Diese Maßnahmen haben seitdem zu einem spürbaren Rückgang von Unfällen in Wasserparks geführt.
Der Prozess dauert an, während die Behörden auf weitere Aussagen des Angeklagten warten. Der Fall hat bereits nachhaltige Verbesserungen der Sicherheit in Freizeitbädern bewirkt: Strengere Kontrollen und familiengebundene Zugangssysteme sind nun Standard. Die Genesung des Mädchens bleibt vorrangig, während das juristische Verfahren unter den vereinbarten Strafrahmen fortgeführt wird.
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