Uli Hoeneß provoziert mit Fleisch-Lob – trotz eigener Herzprobleme und Wissenschafts-Widerspruch

Ella Hofmann
Ella Hofmann
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Eine Vitrine voller verschiedener Fleischsorten, darunter Schweine und Würste, mit Preisschildern am Glas.Ella Hofmann

Uli Hoeneß provoziert mit Fleisch-Lob – trotz eigener Herzprobleme und Wissenschafts-Widerspruch

Uli Hoeneß, der ehemalige Präsident des FC Bayern München und Ex-Wurstfabrikant, hat mit seiner Kritik an veganer Ernährung eine Debatte ausgelöst. Er behauptete, pflanzliche Kost schade der Gesundheit auf lange Sicht, und bezeichnete Veganer als übermäßig aggressiv. Seine Äußerungen kommen trotz eigener Herzprobleme in der Vergangenheit und wachsender wissenschaftlicher Erkenntnisse, die Fleischkonsum mit schweren Erkrankungen in Verbindung bringen.

Hoeneß, dessen Familie das Wurstwarenunternehmen HoWe Wurstwaren führt, setzt sich seit Langem für eine fleischlastige Ernährung ein. Seine beiden Kinder sind weiterhin im Betrieb aktiv. Doch seine Haltung steht im Widerspruch zu immer mehr Studien, die verarbeitetes Fleisch und Milchprodukte mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 in Verbindung bringen – Krankheiten, unter denen er selbst gelitten hat.

Der Trend weg vom Fleisch hat seit 2014 an Fahrt aufgenommen, als Christian Rauffus, Geschäftsführer der Rügenwalder Mühle, Wurst als die "Zigarette der Zukunft" bezeichnete. Bis 2025 soll der deutsche Markt für pflanzliche Fleischalternativen auf 800 Millionen Euro wachsen und bereits heute 6 bis 8 Prozent des gesamten Fleischabsatzes ausmachen. Verbraucher nennen zunehmend gesundheitliche und ökologische Bedenken als Gründe für den Umstieg.

Als Reaktion auf Hoeneß' Aussagen bot ihm Harald Ullmann, stellvertretender Vorsitzender von PETA Deutschland, einen Platz im Veganstart-Programm der Organisation an. Die Tierrechtsgruppe widerspricht regelmäßig der Behauptung, vegane Ernährung sei ungesund, und verweist stattdessen auf Studien, die ihre Vorteile belegen.

Hoeneß' Kritik kommt zu einer Zeit, in der pflanzliche Alternativen in der deutschen Lebensmittelbranche immer mehr an Bedeutung gewinnen. Das Wurstwarenunternehmen seiner Familie konkurriert mittlerweile mit einem Markt, der sich von einer Nische zu einer Milliarde schwerer Branche entwickelt hat. Gleichzeitig häufen sich die Gesundheitswarnungen vor verarbeitetem Fleisch – und verändern nachhaltig das Konsumverhalten im Land.

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