Seniorin verliert über 100.000 Euro an skrupellosen Liebesbetrüger
Luisa BrandtLiebesbetrug: Senior aus Baden-Württemberg verliert über 100.000 Euro - Seniorin verliert über 100.000 Euro an skrupellosen Liebesbetrüger
Betrugsfall in Baden-Württemberg: Seniorin verliert über 100.000 Euro an Liebesbetrüger
Eine ältere Frau aus Baden-Württemberg wurde Anfang dieses Jahres Opfer eines Romance-Scams und verlor dabei mehr als 100.000 Euro. Der Betrug begann im März 2024, als sie von einem Mann kontaktiert wurde, der sich als US-amerikanischer Geschäftsmann ausgab. Der Betrüger missbrauchte ihr Vertrauen und überredete sie, unter falschen Vorwänden große Summen in Form von Geschenkkarten zu überweisen.
Das Opfer hatte den Mann zunächst online kennengelernt und hielt ihn für eine ernsthafte Liebesbeziehung. Er behauptete, nach Deutschland ziehen zu wollen, benötige jedoch finanzielle Unterstützung, um ausstehende Schulden zu begleichen. Im Laufe der Zeit schickte die Frau Geschenkkarten im niedrigen sechsstelligen Bereich – in der Hoffnung, ihm zu helfen.
Auch eine Freundin der Frau fiel auf den Betrug herein und übermittelte Geschenkkarten im hohen fünfstelligen Wert. Erst als das Geld verschwunden war, flog die Täuschung auf.
Dieser Fall ist Teil eines größeren Trends: Allein 2024 verzeichnete die deutsche Polizei Hunderte ähnlicher Betrugsfälle. Das Landeskriminalamt Berlin dokumentierte 433 Vorfälle mit einem Gesamtschaden von über fünf Millionen Euro.
Der Fall unterstreicht das wachsende Problem von Online-Liebesbetrug in Deutschland. Opfer überweisen oft Geld oder Geschenkkarten, bevor ihnen klar wird, dass sie hereingelegt wurden. Die Behörden warnen weiterhin eindringlich davor, persönliche oder finanzielle Daten mit Unbekannten im Internet zu teilen.
