Baden-Württemberg setzt 2024 auf Erneuerbare – fossile Energien verlieren stark an Bedeutung

Ella Hofmann
Ella Hofmann
2 Min.
Eine Liniengrafik, die die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem beschreibendem Text.Ella Hofmann

Kohle und Gas verlieren - Erneuerbare gewinnen im Südwesten - Baden-Württemberg setzt 2024 auf Erneuerbare – fossile Energien verlieren stark an Bedeutung

Baden-Württemberg verzeichnete 2024 eine deutliche Verschiebung in seiner Energieerzeugung

Die Stromproduktion in Baden-Württemberg ging 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent zurück und belief sich auf insgesamt 34.067 Millionen Kilowattstunden. Der Rückgang ist auf grundlegende Veränderungen in der Energieerzeugung des Landes zurückzuführen: Erneuerbare Energien gewannen an Bedeutung, während fossile Brennstoffe und Kernkraft an Gewicht verloren.

Erneuerbare Energien dominierten 2024 die Stromversorgung des Landes und machten fast 59 Prozent der Gesamtproduktion aus. Dieser Anstieg ging einher mit dem Rückzug traditioneller Energiequellen. Steinkohle, einst ein zentraler Energieträger, steuerte nur noch knapp 23 Prozent bei – ein spürbarer Rückgang gegenüber den Vorjahren.

Auch Erdgas verzeichnete einen deutlichen Rückgang und trug 2024 lediglich 11,1 Prozent zur Stromerzeugung bei, was einem Minus von 6 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch den vollständigen Atomausstieg Deutschlands im April 2023 vorangetrieben, der eine Neuausrichtung der Energiestrategie erzwang. Mit weniger Kern- und Kohlekraftwerken im Betrieb setzte das Land verstärkt auf Erneuerbare, um die entstehende Lücke zu schließen.

Insgesamt sank die Stromproduktion um 8 Prozent, was sowohl den Wandel weg von herkömmlichen Energiequellen als auch veränderte Nachfragestrukturen widerspiegelt. Die vorliegenden Daten enthalten keine Vergleiche mit anderen Bundesländern, da aktuelle Berichte sich auf zukünftige Vorhaben wie den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur und langfristige Energieziele für den Zeitraum 2026 bis 2040 konzentrieren.

Die Zahlen für 2024 unterstreichen den beschleunigten Umstieg Baden-Württembergs auf Erneuerbare Energien. Während fossile Brennstoffe und Kernkraft an Bedeutung verlieren, deckt das Land mittlerweile mehr als die Hälfte seines Strombedarfs aus Wind-, Solar- und anderen grünen Energiequellen. Der Rückgang der Gesamtproduktion deutet darauf hin, dass die Energiewende weiterhin Anpassungen erfordert.