18 March 2026, 10:04

ZDK reformiert Führungsstrukturen und trennt sich klar vom ZVK

Altes deutsches Wertpapier mit blauem Rand, das den Text 'Schweiz Wagons-Fabrik A.G.' trägt

ZDK reformiert Führungsstrukturen und trennt sich klar vom ZVK

Deutschlands Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat tiefgreifende Reformen seiner Führungsstrukturen und Mitgliedschaftsregeln durchgesetzt. Die im Januar beschlossenen Änderungen zielen darauf ab, mehr Transparenz zu schaffen und den Verband enger an die Bedürfnisse der Branche anzubinden. Sie erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Spannungen mit dem Zentralverband Kraftfahrzeugtechnik (ZVK).

Die Reformen beseitigen langjährige Gepflogenheiten, darunter die automatische Einbindung von ZVK-Vertretern in Führungspositionen. Nach den neuen Regeln soll nur noch ein Mitglied aus dem Handwerksbereich kommen – statt der bisher garantierten Mandate. Zudem hat der ZDK gemeinsame Personalstrukturen in den Gremien abgeschafft und damit eine klare institutionelle Trennung vom ZVK vollzogen.

Ausschüsse fungieren künftig rein als Beratungsgremien, während die Sprecherrechte an der Spitze zentralisiert wurden, um widersprüchliche öffentliche Stellungnahmen zu vermeiden. Der Verband vereinfacht zudem den Beitrittsprozess für Werkstätten und schafft direkte Anbindungen an die Bonner Zentrale. Damit soll verhindert werden, dass Innungen isoliert werden, falls sich ihre Landesverbände zurückziehen.

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Finanzielle Streitigkeiten haben die Konflikte weiter angeheizt. Der ZVK hatte 95 Prozent der ZDK-Mitgliedsbeiträge gefordert, was zu einer Überarbeitung der Gebührenstruktur führte. Jede organisierte Werkstatt zahlt nun jährlich 100 Euro an die Zentrale. Der ZDK hat zudem zugesagt, in betroffenen Regionen stärker präsent zu sein, um Betrieben die Folgen eines Austritts zu erläutern.

ZDK-Präsident Thomas Peckruhn und Geschäftsführer Jürgen Hasler begründeten die Änderungen mit "branchenrealistischen Notwendigkeiten". Der Rechtsstreit um die Abgasuntersuchungsgebühren (AÜK) spielt dabei kaum noch eine Rolle. Stattdessen markieren die Reformen einen grundlegenden Wandel in der Verbandsführung und den Beziehungen zu Partnern.

Mit dem Umbruch setzt der ZDK einen klaren Schnitt zu alten Praktiken: Die Trennung vom ZVK wird strenger vollzogen, und direkte Mitgliedschaftsbindungen rücken in den Fokus. Werkstätten kommunizieren künftig unmittelbar mit der Zentrale, während Führungspositionen nicht mehr an historische Verbandszugehörigkeiten geknüpft sind. Die Änderungen treten in Kraft, während der Verband seine Strukturen angesichts anhaltender Branchenkonflikte stabilisieren will.

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