Virales Coldplay-Konzert zerstört Karriere einer Ex-Personalchefin – er bleibt ungeschoren
Noah FrankeVirales Coldplay-Konzert zerstört Karriere einer Ex-Personalchefin – er bleibt ungeschoren
Ein virales Video von einem Coldplay-Konzert im Juli 2023 hat für zwei ehemalige Führungskräfte langfristige Folgen gehabt. Kristin Cabot, die ehemalige Personalchefin des Softwareunternehmens Astronomer, trat zurück, nachdem eine Aufnahme der "Kiss Cam" mit ihr und dem damaligen CEO Andy Byron online die Runde machte. Während sich Byron aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat, kämpft Cabot nun mit finanziellen Problemen und anhaltenden Belästigungen – obwohl beide das Unternehmen unter ähnlichen Umständen verlassen haben.
Der Vorfall begann, als eine "Kiss Cam"-Sequenz während des Coldplay-Konzerts Cabot und Byron beim Austausch eines kurzen Kusses einfing. Das Video verbreitete sich rasant im Netz und erreichte Milliarden von Aufrufen in den sozialen Medien. Innerhalb weniger Tage wurden Cabots persönliche Daten online geleakt, und sie erhielt beleidigende Nachrichten, darunter sogar Todesdrohungen.
Sowohl Cabot als auch Byron traten im Juli 2023 von ihren Positionen bei Astronomer zurück. Cabot erklärte später, sie und ihr Partner hätten sich zu diesem Zeitpunkt bereits getrennt, während Byron und seine Frau getrennt gelebt hätten. Trotz dieser Klarstellungen hielten sich die negativen Folgen hartnäckig.
Seit ihrem Rücktritt hat Cabot Schwierigkeiten, eine neue Anstellung zu finden. Als alleinerziehende Mutter ihrer Kinder sieht sie sich nun finanziellen Engpässen gegenüber. Byron hingegen entging bisher öffentlicher Kritik, und es gibt keine Berichte über berufliche Rückschläge. Cabot kritisiert diese Ungleichbehandlung und argumentiert, sie müsse sich öffentlich rechtfertigen, während Byron schweigt.
Der Fall hat zudem die Debatte über Sexismus und die überzogene öffentliche Kontrolle über das Privatleben von Nicht-Prominenten neu entfacht. Während Byron angeblich Interesse von potenziellen Arbeitgebern erhalten haben soll, stagniert Cabots Karriere weiterhin.
Fast drei Jahre nach dem Vorfall ringt Cabot noch immer mit den Konsequenzen. Sie ist nach wie vor arbeitslos und finanziell belastet, während Byron sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat – ohne sichtbare berufliche Nachteile. Die Episode verdeutlicht, wie ungleich sich virale Skandale auf die Beteiligten auswirken können.






