04 April 2026, 14:12

Pharmabranche 2026: Lieferengpässe und Preisanpassungen fordern schnelle Lösungen

Plakat mit fetter weißer Schrift auf blauem Hintergrund, auf dem steht: "Ab nächster Woche mehr kostenlose Covid-Tests auf CovidTests.gov bestellen."

Pharmabranche 2026: Lieferengpässe und Preisanpassungen fordern schnelle Lösungen

Der Jahresbeginn 2026 bringt neue Herausforderungen für die Pharmabackoffices in ganz Deutschland mit sich. Mit fast 550 Medikamenten, die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als nicht verfügbar gemeldet werden, ist präzise Planung unerlässlich geworden. Unternehmen müssen nun Lagerbestände aufbauen, Preisanpassungen bewältigen und enge Fristen einhalten, um die Versorgung für das kommende Jahr zu sichern.

Der Januar ist eine entscheidende Phase für die Festlegung saisonaler Prioritäten, insbesondere mit Blick auf die anstehende Grippesaison. Bestellformulare für Impfstoffe müssen bis Ende des Monats finalisiert werden, während die Planung für die nächste Saison bereits ab Mitte Februar oder März beginnt. Gleichzeitig erfordern viele im Dezember abgeschlossene Lieferverträge eine Überprüfung der Auslieferungen im ersten Quartal sowie die Vorbereitung der Lagerkapazitäten.

Auch Preisanpassungen stehen im Fokus, da zahlreiche Hersteller für 2026 weitere Erhöhungen ankündigen. Die Backoffices müssen Restbestände zu alten Konditionen identifizieren oder Verkaufspreise zügig neu kalkulieren, um Verluste zu vermeiden. Eine proaktive Bestandsverwaltung kann helfen, Kostenerhöhungen abzufedern und Lieferketten zu stabilisieren, bevor die Nachfrage ihren Höhepunkt erreicht.

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Die Abstimmung mit den Außendienstteams ist ein weiteres zentrales Thema. Bei Rationierungen – sei es durch Rohstoffknappheit oder logistische Verzögerungen – sorgt klare Kommunikation dafür, dass Priorisierungen bei der Zuteilung berücksichtigt werden. Aktualisierte Preislisten und Rückgabebedingungen sollten zudem in einer internen Referenzübersicht zusammengefasst oder bei den Lieferanten angefragt werden.

Neben Preisen und Beständen erfordert der Jahreswechsel eine gründliche Prüfung der Jahresverträge und auslaufenden Vereinbarungen. Die Einhaltung von Fristen im Einklang mit den betrieblichen Anforderungen verhindert Störungen in den kommenden Monaten.

Die Pharmabranche steht vor einem komplexen Start ins Jahr 2026, geprägt von Lieferengpässen und Preisschwankungen, die frühzeitige Entscheidungen erfordern. Durch die Überprüfung von Lieferungen, die Anpassung der Preise und enge Lieferantenbeziehungen können Unternehmen ihre Position stärken, bevor die saisonale Nachfrage ansteigt. Die jetzt getroffenen Maßnahmen werden die Versorgungssicherheit für den Rest des Jahres maßgeblich bestimmen.

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