04 April 2026, 16:09

Lissabons Aprilscherz über Aussichtspunkte sorgt für Verwirrung und Diskussionen

Luftaufnahme von Lissabon, Portugal, mit Booten auf dem Wasser, Gebäuden, Hügeln und einem bewölktem Himmel, mit Text unten.

Lissabons Aprilscherz über Aussichtspunkte sorgt für Verwirrung und Diskussionen

Lissabon kündigt umstrittene neue Regeln für seine beliebtesten Aussichtspunkte an – doch es handelt sich um einen Scherz

Lissabon hat umstrittene neue Vorschriften für seine meistbesuchten Aussichtspunkte angekündigt. Ab Mai sollten Drehtüren und strenge Zeitlimits eingeführt werden, um Menschenmassen zu steuern und zu verhindern, dass Touristen zu lange verweilen. Die Maßnahme löste gemischte Reaktionen aus: Einige lobten die Initiative, andere kritisierten sie als Angriff auf die persönliche Freiheit.

Doch die Ankündigung entpuppt sich als aufwendiger Aprilscherz des Portals Lisboa Secreta. Die erfundene Regelung, die als Aprilscherz enthüllt wurde, behauptete, dass an sieben ikonischen Aussichtspunkten – darunter dem Miradouro da Senhora do Monte und dem Miradouro de Santa Catarina – ein Zeitlimit von zwei Minuten durchgesetzt werden solle. An den Standorten Graça, Senhora do Monte, Santa Catarina (Adamastor) und São Pedro de Alcântara sollten angeblich gläserne Drehsperren mit intelligenter Technologie installiert werden. Weniger frequentierte Orte hätten stattdessen Schilder, Bodenmarkierungen und Sicherheitspersonal erhalten.

Laut dem erfundenen Plan hätten Zuwiderhandelnde mit gesperrten Drehtüren und einem Bußgeld von 15 Euro rechnen müssen – die sogenannte TOEEC (Steuer auf übermäßige Inanspruchnahme von Panoramaraum). Die Einnahmen sollten angeblich die tägliche Reinigung der technisch ausgestatteten Standorte finanzieren. Einheimische mit Steuerregistrierung in historischen Stadtteilen hätten laut der Falschmeldung einen Sonderausweis erhalten, mit dem sie Warteschlangen überspringen und ihren Aufenthalt auf 20 Minuten verlängern dürfen.

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Der Scherz ging so weit, dass sogar ein fiktiver Probebetrieb ab dem 1. April 2023 behauptet wurde, bevor die vollständige Umsetzung im März 2026 erfolgen sollte. Der Streich spielte mit echten Frustrationen über überfüllte Aussichtspunkte in Lissabon und wirkte daher auf viele glaubwürdig.

Der Scherz verbreitete sich schnell und täuschte sowohl Einwohner als auch Touristen. Zwar waren die Regeln komplett erfunden, doch die Reaktionen zeigten, wie real die Sorgen über die Bewältigung des Touristenandrangs an Lissabons beliebten Orten sind. Lisboa Secreta gab den Scherz später zu – während die Stadt weiterhin nach echten Lösungen für den Tourismusdruck sucht.

Quelle