NPG streicht bis 2028 bis zu 75 Jobs – Automatisierung trifft Redaktionen und Druck
NPG streicht bis 2028 bis zu 75 Jobs – Automatisierung trifft Redaktionen und Druck
Die Neue Pressegesellschaft (NPG) plant bis 2028 bis zur Hälfte der Stellen in den Bereichen Redaktion, Mediendesign und Produktion abzubauen. Der Schritt folgt auf die Einführung eines neuen automatisierten Druckproduktionssystems im gesamten Unternehmen. Aktuell sind rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Bereichen beim Medienkonzern beschäftigt.
Letzte Woche wurden Betriebsräte und betroffene Abteilungen über die geplanten Kürzungen informiert. Die NPG strebt an, den Personalabbau durch freiwillige Aufhebungsverträge und natürliche Fluktuation wie Renteneintritte zu bewältigen, statt betriebsbedingte Kündigungen auszusprechen. Ein Unternehmenssprecher lehnte eine Stellungnahme zu Details ab.
Der Verlag, zu dem Zeitungen wie die Südwest Presse, die Lausitzer Rundschau und die Märkische Oderzeitung gehören, hatte sich erst im vergangenen Jahr durch die Übernahme der Medienholding Süd erweitert. Damit gingen auch die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten in seinen Besitz über. Noch ist unklar, welche der NPG-Standorte besonders stark von den Einschnitten betroffen sein werden.
Die Stellenstreichungen stehen in direktem Zusammenhang mit der Automatisierung in der Druckproduktion. Sollte das Vorhaben vollständig umgesetzt werden, könnten fast 75 Arbeitsplätze in Redaktion, Design und Produktion entfallen. Ein konkreter Zeitplan für die Abbauphase – abgesehen vom Zieljahr 2028 – wurde vom Unternehmen bisher nicht genannt.
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