04 April 2026, 12:09

New Yorks Aprilscherz-Umzug kehrt zurück – mit einer falschen Präsidenten-Überraschung

Zeichnung eines Mannes in Zylinder und Frack vor einer Menge mit einem Pfahl und einem Zaun im Hintergrund, beschriftet mit "Aprilscherz" unten.

New Yorks Aprilscherz-Umzug kehrt zurück – mit einer falschen Präsidenten-Überraschung

New Yorks jährlicher Aprilscherz-Umzug kehrt zurück – und fordert die Teilnehmer heraus, die Realität zu hinterfragen

Der alljährliche Aprilscherz-Umzug in New York wird in diesem Jahr wieder stattfinden und lädt die Teilnehmer ein, die Grenzen zwischen Schein und Sein auszuloten. Die von dem Künstler und Scherzkeks Joey Skaggs organisierte Veranstaltung ist seit den 1980er-Jahren eine feste Größe. Diesmal deutet die Pressemitteilung an, dass der Umzug von einer Figur angeführt wird, die behauptet, der Präsident selbst zu sein – doch das eigentliche Spektakel könnte woanders liegen.

Joey Skaggs nutzt seit Jahrzehnten die Medien als Leinwand für seine ausgeklügelten Streiche. Seit 1986 lockt er Journalisten zu seinem Aprilscherz-Umzug, einer satirischen Parade entlang der Fifth Avenue mit absurden Wagen und Kostümen. Frühere Ausgaben beinhalteten einen Donald-Trump-Doppelgänger-Wettbewerb und eine Y2K-inspirierte Weltuntergangsparty. Die Mission der Parade ist simpel: das Recht der Öffentlichkeit zu feiern, über Autoritäten zu lachen und die Narrheit zu umarmen.

Skaggs ist kein Unbekannter, wenn es um spektakuläre Scherze geht. In den 1970er- und 1980er-Jahren inszenierte er Aktionen wie "Cathouses for Dogs" (fiktive Bordelle für Hunde), eine Versteigerung einer "Prominenten-Spermabank" oder eine erfundene religiöse Sekte, die Scientology persiflierte. Selbst seine "Faux-Fur"-Modenschau täuschte Aktivisten, die gegen eine angebliche Anti-Pelz-Veranstaltung protestierten. Seine Arbeiten verwischen die Grenze zwischen Fiktion und Realität und zwingen die Zuschauer, das Gesehene zu hinterfragen.

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Er ist nicht der Einzige, der den 1. April für spektakuläre Täuschungen nutzt. 1985 veröffentlichte "Sports Illustrated" einen Artikel über Hayden "Sidd" Finch, einen fiktiven Baseball-Nachwuchsspieler der Mets, der angeblich einen 270 km/h schnellen Fastball werfen konnte – obwohl er nie zuvor Baseball gespielt hatte. Die von George Plimpton verfasste Geschichte narte die Leser, bis das Magazin den Scherz aufdeckte. Jahre später, 1998, gab David Bowie eine Release-Party für den erfundenen britischen Schriftsteller William Boyd – ein weiterer Beweis für die Macht des Tages, die Öffentlichkeit zu täuschen.

Obwohl die Pressemitteilungen zu Skaggs' Umzug stets große Ereignisse versprechen, fallen die tatsächlichen Versammlungen meist kleiner aus. Doch die Tradition lebt weiter und zieht Menschenmassen an, die gespannt auf die nächste absurde Wendung warten.

Auch in diesem Jahr wird der Umzug die Wahrnehmung von Wahrheit und Fiktion herausfordern. Wie bei Skaggs' früheren Streichen verlässt sich die Veranstaltung auf Medienaufmerksamkeit, um ihre satirische Botschaft zu verbreiten. Ob durch einen falschen Präsidenten oder übertriebene Wagen – der Umzug führt die lange Tradition fort, die Straßen New Yorks in eine Bühne für spielerische Täuschungen zu verwandeln.

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