Hagel führt Umfragen an – doch wer regiert Baden-Württemberg nach der Wahl?
Kampagne am Stammtisch: Özdemir und Hagel im Duell - Hagel führt Umfragen an – doch wer regiert Baden-Württemberg nach der Wahl?
Der Wahlkampf um das Amt des nächsten Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg heizt sich weiter an – nur noch 20 Tage bis zur Landtagswahl. Sowohl Manuel Hagel von der CDU als auch Cem Özdemir von den Grünen kämpfen mit Hochdruck um Stimmen, wobei Umfragen Hagel bei 29 und Özdemir bei 23 Prozent sehen. Trotz der Rivalität haben beide Kandidaten ihre Angriffe jedoch gedämpft, da sie wissen: Nach dem 8. März ist eine Koalitionsregierung das wahrscheinlichste Szenario.
Beim traditionellen Politischen Aschermittwoch, bei dem Politiker sonst scharfe Wortgefechte austragen, blieb der Ton trotz aufkeimender Spannungen verhältnismäßig sachlich – gemessen an früheren Auseinandersetzungen.
Es gab zwar spitze Wortwechsel, doch keiner der Spitzenkandidaten legte sich vollends ins Zeug. Özdemir warf Hagel vor, in zentralen Fragen unberechenbar zu sein und ständig die Position zu wechseln, ohne klare Konzepte vorzulegen. Hagel konterte, er bezeichnete die Grünen als ideologisch verhaftet und warnte, ihr Vorhaben, Verbrennermotoren zu verbieten, werde der baden-württembergischen Automobilindustrie schaden. Das nannte er "grüne Sabotage" an einem Schlüsselsektor.
Auch der scheidende Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) mischte sich ein. Er kritisierte Hagel, dieser verpacke nur alte Politik in neue Slogans, statt echte Innovationen zu präsentieren. Der Grünen-Veteran Joschka Fischer ging noch weiter und unterstellte Hagel, er versuche, sich Kretschmanns Erbe "anzueignen".
Hagels Rede blieb bei bewährten Themen: Wohlstand, Fleiß und die Herausforderungen der Autoindustrie. Dagegen fiel die Grünen-Veranstaltung in Biberach durch Zurückhaltung auf – weniger Alkohol, keine Blasmusik, eine deutlich gedämpftere Stimmung als beim CDU-Partyabend.
Auch Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) griff in die Debatte ein. Er attackierte Özdemir für "grüne Bevormundung, grüne Verbote und grüne Besserwisserei" – und wiederholte damit im Kern Hagels Kritik an der Grünen-Politik.
Die Wahl folgt auf 13 Jahre einer CDU-Grünen Koalition unter Kretschmann. Doch mit Hagel als Umfrageführer könnten sich die Machtverhältnisse verschieben. Politologen warnen, dass tiefe ideologische Gräben die Koalitionsverhandlungen erschweren dürften – selbst wenn beide Seiten mit einer erneuten Zusammenarbeit rechnen.
Am 8. März entscheidet sich, ob Baden-Württemberg unter grüner Führung bleibt oder zur CDU wechselt. Hagels Vorsprung in den Umfragen deutet auf einen möglichen Machtwechsel hin, doch keine Partei wird allein regieren können. Koalitionsgespräche werden die Zeit nach der Wahl prägen – und beide Seiten signalisieren bereits Kompromissbereitschaft.
Die letzten Wahlkampfwochen werden zeigen, ob Hagels Fokus auf die Wirtschaft oder Özdemirs Umweltpolitik die Wähler überzeugt – oder ob die politische Zukunft des Landes hinter verschlossenen Türen ausgehandelt wird.
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