23 March 2026, 18:09

Falsche Kanzlei betrugsrecht.de betrügt Krypto-Opfer mit Rückhol-Versprechen

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Nebenkosten in Rechnungen zeigt, die Familien monatlich Hunderte Dollar kosten können.

Falsche Kanzlei betrugsrecht.de betrügt Krypto-Opfer mit Rückhol-Versprechen

Betrügerische Kanzlei betrugsrecht.de lockt Opfer von Krypto-Betrug mit falschen Versprechungen

Eine gefälschte Anwaltskanzlei, die unter dem Namen betrugsrecht.de operiert, zielt auf Opfer von Krypto-Betrug ab und lockt sie mit der Aussicht auf die Rückholung verlorener Gelder. Die Betrüger nutzen die Verzweiflung der Geschädigten aus, verlangen Vorabzahlungen in Bitcoin – und verschwinden anschließend mit dem Geld. Allein in den vergangenen zwei Jahren haben deutsche Behörden über 1.200 ähnliche Betrugsfälle registriert.

Die Website betrugsrecht.de gibt sich als juristischer Dienstleister aus, der sich auf Anlagebetrug und Krypto-Scam spezialisiert habe. Sie wirbt damit, mehr als 70 Prozent der verlorenen Gelder zurückzuholen, fordert von den Opfern jedoch zunächst die Überweisung von mindestens 0,1 Bitcoin (etwa 6.000 Euro) auf ein Konto bei der Handelsplattform Kraken. Sobald die Zahlung erfolgt ist, erfinden die Betrüger oft zusätzliche Gebühren oder Steuern, um die Verluste der Geschädigten weiter in die Höhe zu treiben.

Doch das gesamte Angebot ist ein einziger Schwindel. Die Domain wurde erst am 24. Dezember 2025 verlängert, und die Eigentümerdaten sind vor der Öffentlichkeit verborgen. Die angegebene Adresse beherbergt zwar mehrere Unternehmen, doch keine Kanzlei dieses Namens. Die im Impressum genannte GSCP Verwaltungs GmbH ist im Bereich Unternehmensbeteiligungen tätig – nicht in der Rechtsberatung.

Weitere Warnsignale sind mit KI generierte Mitarbeiterfotos sowie ein erfundener Gründer, Dr. Thomas Weber, der nirgends als Anwalt registriert ist. Tatsächlich gibt es keine echten Bemühungen zur Geldrückholung – die Opfer erhalten für ihre Zahlungen nichts zurück.

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Die Wiederbeschaffung gestohlener Krypto-Vermögen gilt aufgrund regulatorischer und technischer Hürden ohnehin als äußerst schwierig. Doch genau diese Komplexität nutzen die Betrüger aus: Sie ködern ihre Opfer mit falschen Hoffnungen, während die Behörden kaum hinterherkommen, die wachsende Zahl der Fälle zu verfolgen.

Das Schema von betrugsrecht.de folgt einem Muster, das seit 2024 in über 1.200 gemeldeten Fällen von angeblichen Krypto-Rückholservices in Deutschland aufgetaucht ist. Die Geschädigten verlieren zusätzliches Geld, nachdem sie zu Vorabzahlungen gedrängt wurden – ohne jede rechtliche Handhabe. Die Behörden warnen zwar wiederholt vor solchen Betrügereien, doch die Anonymität von Krypto-Transaktionen macht die Strafverfolgung zu einer kaum lösbaren Herausforderung.

Quelle