07 May 2026, 04:08

Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung vor dem Abgeordnetenhaus

Denkmal in einem Stadtplatz für Holocaust-Opfer, mit einem Baum davor, einem Topfgewächs am Boden, verstreuten trockenen Blättern und Gebäuden, Fahrzeugen, Pfählen und Bäumen im Hintergrund.

Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung vor dem Abgeordnetenhaus

Vor dem Berliner Abgeordnetenhaus wird bald ein Platz den Namen der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer tragen. Die offizielle Namensgebungsfeier beginnt um 9:00 Uhr mit einer Ehrung durch den regierenden Bürgermeister Kai Wegner. Die Veranstaltung würdigt Friedländer, die Ehrenbürgerin Berlins, mit einer neuen Namensplatte, die im Anschluss an die Zeremonie enthüllt wird.

Unterdessen werden die Abgeordneten in ihrer nächsten Sitzung die jüngsten Maifeierlichkeiten und Demonstrationen vom 1. Mai auswerten. Zwar verliefen die meisten Veranstaltungen friedlich, doch die Polizei meldete Dutzende Festnahmen und über 100 eingeleitete Strafverfahren.

Die Ehrung für Margot Friedländer findet um 9:00 Uhr im Plenarsaal statt. Regierender Bürgermeister Kai Wegner wird eine Rede zu ihren Ehren halten. Nach der Würdigung wird die neue Namensplatte für den Platz präsentiert.

Die Plenarsitzung selbst beginnt um 11:00 Uhr – eine Stunde später als üblich. In dieser Sitzung setzen sich die Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses mit den Kundgebungen und Feiern zum 1. Mai auseinander. Die Debatte folgt auf die Polizeiberichte zu den Ereignissen des Tages.

Am 1. Mai wurden mehrere Dutzend Personen vorläufig festgenommen. Die Behörden leiteten rund 120 Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Straftaten ein, darunter Verstöße gegen die öffentliche Ordnung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und sexuelle Belästigung. Trotz dieser Vorfälle blieb die Gesamtstimmung weitgehend friedlich.

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Die Umbenennung des Platzes stellt eine dauerhafte Hommage an das Vermächtnis Margot Friedländers dar. Die Zeremonie und die parlamentarische Debatte spiegeln zudem wider, wie die Stadt auf jüngste öffentliche Versammlungen reagiert. Die Polizei ermittelt weiterhin in den Verdachtsfällen vom 1. Mai.

Quelle