Banula-Projekt revolutioniert E-Auto-Laden mit flexiblen Stromverträgen an öffentlichen Säulen

Admin User
2 Min.
Kraftfahrzeuge auf einer Straße mit elektrischen Laternen und Pflanzen im Hintergrund.Admin User

Banula-Projekt revolutioniert E-Auto-Laden mit flexiblen Stromverträgen an öffentlichen Säulen

Ein neues Projekt macht das Laden von Elektroautos in Deutschland flexibler

Unter dem Namen Banula startet eine Initiative, die es Fahrern erstmals ermöglicht, ihre eigenen Stromverträge an öffentlichen Ladestationen zu nutzen. Acht Partner aus Forschung und Industrie arbeiten zusammen, um ein bundesweites Abrechnungssystem für das E-Auto-Laden zu entwickeln.

Das Banula-Projekt will die Bezahlung beim Laden revolutionieren: Statt wie bisher an feste Verträge mit bestimmten Anbietern gebunden zu sein, können Nutzer ihre individuellen Stromtarife an kompatiblen Stationen anwenden. Das unterscheidet sich vom klassischen Autoscout24, bei dem Fahrer die Konditionen des Ladestationenbetreibers akzeptieren müssen.

Das System erfasst zwei Kostenfaktoren: eine Gebühr für die Nutzung der Infrastruktur und den tatsächlichen Stromverbrauch. Um dies umzusetzen, nutzt das Projekt sogenannte "virtuelle Bilanzkreise", die es Ladeanbietern ermöglichen, sich dem Netzwerk anzuschließen und die neue Abrechnungsmethode anzubieten. Der Projektpartner OLI Systems verwaltet diese Bilanzkreise bereits in drei der vier deutschen Netzgebiete. Gestartet wurde Banula im Netzgebiet des Übertragungsnetzbetreibers TenneT, inzwischen sind auch 50Hertz und Amprion eingebunden, sodass weitere Regionen abgedeckt werden. Eine Testladestation ist bereits am Standort Harthausen von Autohero in Betrieb – der erste Schritt zur flächendeckenden Einführung des Modells. Ziel ist die Umsetzung des "Durchleitungsmodells“ der Bundesregierung, das eine standardisierte Abrechnung bundesweit sicherstellen soll.

Das Banula-Projekt könnte das Laden von E-Autos deutlich vereinfachen, indem Fahrer ihre eigenen Stromverträge an öffentlichen Stationen nutzen können. Mit Partnern wie dem Fraunhofer IAO, Badenova und TransnetBW wird das System aktuell getestet und ausgebaut. Bei Erfolg könnte es einen neuen Standard für flexibles und transparentes E-Auto-Laden in Deutschland setzen.