17 March 2026, 01:08

Baden-Württembergs Exporte zeigen 2026 erste vorsichtige Aufwärtstrends – doch die USA bleiben Risikofaktor

Eine Liniengrafik, die einen abwärtsgerichteten Trend bei den zukünftigen Ölimport-Erwartungen zeigt, mit begleitendem Text.

Mehr Optimismus bei den Exporten - Unsicherheit bleibt hoch - Baden-Württembergs Exporte zeigen 2026 erste vorsichtige Aufwärtstrends – doch die USA bleiben Risikofaktor

Zum ersten Mal seit zwei Jahren zeigen sich zu Beginn des Jahres 2026 leichte Verbesserungen bei den Exportaussichten der Unternehmen in Baden-Württemberg. Trotz anhaltender Herausforderungen rechnet eine wachsende Zahl von Firmen in den kommenden zwölf Monaten mit höheren Ausfuhren ins Ausland. Diese Entwicklung folgt auf eine lange Phase der Unsicherheit für die exportorientierten Branchen der Region.

Neue Daten des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg belegen eine vorsichtige Stimmungsaufhellung: Fast 28 % der Industrieunternehmen erwarten für 2026 steigende Exporte – ein Anstieg gegenüber 26 % im Sommer 2025. Gleichzeitig ist der Anteil der Unternehmen, die mit einem Rückgang rechnen, von 28 % auf 20 % gesunken.

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Besonders vielversprechend präsentiert sich der asiatische Markt: 29 % der international tätigen Firmen prognostizieren dort wachsende Exporte – ein Plus gegenüber 26 % vor sechs Monaten. Auch die Skepsis gegenüber Asien hat nachgelassen: Die Zahl der pessimistischen Einschätzungen sank von 21 % auf 19 %.

Für die USA bleibt die Lage zwiespältig. Optimismus und Pessimismus halten sich fast die Waage: 30 % der Unternehmen erwarten höhere Exporte, während 33 % mit einem Rückgang rechnen. Dies folgt auf eine deutliche Abwärtskorrektur der Prognosen für den amerikanischen Markt. Anfang 2026 gehen die Firmen nun von einem Rückgang um 4–7 % für den Zeitraum 2025–2026 aus – noch im Sommer 2024 hatten sie mit einem Wachstum von 8 % gerechnet. Ausschlaggebend für diese Verschlechterung war die Wiederwahl Donald Trumps im November 2024, die zu neuen US-Zöllen von bis zu 25 % auf europäische Autos und Maschinen führte. Handelskonflikte und Lieferkettenstörungen belasten die Exporteure zusätzlich.

Trotz der leichten Fortschritte lasten geopolitische Risiken weiterhin schwer auf den Unternehmen. Über die Hälfte der Industriebetriebe – 54 % – stuft diese Risiken weiterhin als große Herausforderung ein. Besonders der US-Markt zeigt, wie anfällig exportabhängige Branchen für politische Veränderungen sind.

Die Unternehmen in Baden-Württemberg überwinden langsam eine schwache Wirtschaftsphase, doch eine vollständige Erholung steht noch aus. Während Asien die besten Aussichten bietet, bleibt der US-Markt aufgrund von Zöllen und politischen Umbrüchen unberechenbar. Die Exporteure der Region blicken zwar auf eine stabilere Perspektive als in den vergangenen Jahren, doch die Risiken bleiben bestehen.

AKTUALISIERUNG

Neue Daten enthüllen scharfen Exportrückgang, der frühere Optimismus widerlegt

Neue Wirtschaftsindikatoren zeigen eine signifikante Umkehr der früheren Exportoptimismus in Baden-Württemberg. Die realen Bestellungen im verarbeitenden Gewerbe sanken um 11,1% im frühen 2026, was die vorsichtigen Wachstumsprognosen aus Februar untergräbt. Die Arbeitslosigkeit stieg auf 4,8% im Januar 2026, was die wirtschaftlichen Schwierigkeiten verdeutlicht. US-Handelspolitiken setzen Exporte weiterhin unter Druck, wobei 25%ige Zölle auf europäische Waren nun aktiv die Lieferungen nach Amerika reduzieren.