Baden-Württemberg erweitert Naturschutzflächen 2025 um 183 Hektar für Klima und Artenvielfalt
Baden-Württemberg erweitert Naturschutzflächen 2025 um 183 Hektar für Klima und Artenvielfalt
Baden-Württemberg hat seine geschützten Naturflächen 2025 deutlich ausgebaut. Der Südweststaat erwarb rund 183 Hektar Land, das dem Natur- und Klimaschutz gewidmet ist. Behörden betonten die Bedeutung dieser Ankäufe – insbesondere für Moore und die Speicherung von Kohlenstoff.
Die neu unter Schutz gestellten Flächen verteilen sich auf vier Regierungsbezirke. Karlsruhe sicherte sich mit über 60 Hektar den größten Anteil, darunter mehr als 27 Hektar im Neckar-Odenwald-Kreis und etwa 9,4 Hektar in Rastatt. Tübingen folgte mit über 57 Hektar, vor allem in Ravensburg (30 Hektar), Sigmaringen, Biberach und dem Bodenseekreis. Stuttgart steuerte knapp 42 Hektar bei, darunter kleinere Flächen im Rems-Murr-Kreis, Main-Tauber-Kreis, Heidenheim und Ostalbkreis. Freiburg trug rund 24 Hektar bei, größtenteils im Landkreis Konstanz.
Von der Gesamtfläche entfallen etwa 44 Hektar auf Moore – Ökosysteme, die für die Artenvielfalt und die Bindung von CO₂ von zentraler Bedeutung sind. Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) unterstrich ihre Rolle als Lebensräume und Klimaschützer.
Für die Ankäufe gab das Land fast vier Millionen Euro aus, finanziert vor allem aus Landesmitteln und Zuschüssen der Stiftung Naturschutzfonds. Das entspricht einem Anstieg von 47 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Finanzstaatssekretärin Gisela Splett (Grüne) dankte der Landesanstalt für Immobilien und Bau für ihr Engagement bei der Sicherung der Flächen.
Mit den Neuerwerbungen summieren sich die 2025 geschützten Flächen Baden-Württembergs auf 183 Hektar. Moore bilden nun einen Schwerpunkt der Landesschutzstrategie. Die Investitionen sollen die Klimaresilienz stärken und natürliche Lebensräume langfristig bewahren.
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