Abschussbefehl für Schwarzwald-Wolf entfacht emotionale Debatte über Sicherheit und Artenschutz
Kretschmann verärgert: Der Wolf weiß nichts von der Wahlkampagne - Abschussbefehl für Schwarzwald-Wolf entfacht emotionale Debatte über Sicherheit und Artenschutz
Ein umstrittenes Vorhaben, einen männlichen Wolf im Nördlichen Schwarzwald zu töten, hat landesweite Proteste ausgelöst. Das Tier, das dafür bekannt ist, sich Menschen zu nähern, steht nun im Mittelpunkt einer hitzigen Debatte über Wildtiermanagement und öffentliche Sicherheit. Gegner versammelten sich zu einer Kerzenmahnwache in Bühl, während rechtliche Schritte eine sofortige Umsetzung vorerst verhindern.
Der geplante Abschuss fällt in die Paarungszeit der Wölfe, in der sie sich häufiger in der Nähe menschlicher Siedlungen aufhalten. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zeigte sich überrascht über die emotionale Reaktion auf die Entscheidung und betonte, es gehe ausschließlich um den Schutz der Bevölkerung vor einer seltenen, aber gefährlichen Situation.
Der betroffene Wolf, der sich in der Nähe des Hornisgrinde aufhält, hat wiederholt Kontakt zu Menschen gesucht, woraufhin die Behörden ihn als Einzelfall einstuften. Die Verantwortlichen argumentieren, dass die Entnahme des Tieres dem direkten Schutz der Bevölkerung diene und keine grundsätzliche Frage des Artenschutzes sei. Kretschmann wies Vorwürfe zurück, der Abschussbefehl habe politische Motive vor den anstehenden Wahlen, und erklärte, der Wolf "habe keine Wahlstrategie".
Gegen die Tötungsanordnung ist bereits rechtlich vorgegangen worden. Das Verwaltungsgericht Stuttgart prüft derzeit eine Klage; eine Entscheidung wird in den kommenden Tagen erwartet. Bis dahin bleibt der Wolf rechtlich geschützt und darf nicht getötet werden.
In Baden-Württemberg hat sich die Zahl der Wolfssichtungen in den letzten fünf Jahren schrittweise erhöht. Offizielle Aufzeichnungen von 2021 bis 2025 verzeichnen rund 50 bis 60 Wölfe in der Region, basierend auf genetischen Analysen der Landesumweltbehörde. Die meisten aktuellen Sichtungen konzentrieren sich auf den Nördlichen und Mittleren Schwarzwald sowie den Odenwald. Dieser konkrete Fall sticht jedoch durch das ungewöhnliche Verhalten des Tieres gegenüber Menschen hervor.
Die anstehende Gerichtsentscheidung wird darüber bestimmen, ob der Abschuss durchgeführt wird. Sollte er genehmigt werden, würde die Entnahme des Wolfs einen Präzedenzfall für die Behandlung ähnlicher Fälle in Zukunft schaffen. Die Debatte zeigt derweil weiterhin die Spannungen zwischen Artenschutz und öffentlicher Sicherheit in der Region auf.
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