John Neumeiers Abschied markiert das Ende einer Ballett-Ära in Hamburg
Ella HofmannJohn Neumeiers Abschied markiert das Ende einer Ballett-Ära in Hamburg
Das Hamburger Ballett hat die Spielzeit 2022/23 mit einer wegweisenden Aufführung eröffnet. Gleichzeitig markiert dieses Jahr das Ende einer Ära: Nach 50 Jahren als Direktor gibt John Neumeier sein Amt ab. Unter seiner Führung entwickelte sich die Kompanie zu einer der renommiertesten Ballettinstitutionen der Welt.
1973 übernahm Neumeier die Leitung des Hamburger Balletts. In den folgenden fünf Jahrzehnten schuf er 64 neue Produktionen für die Kompanie oder die Hamburger Staatsoper und festigte damit ihren Ruf für künstlerische Exzellenz.
Die aktuelle Spielzeit begann Anfang September mit einer Aufführung von Gustav Mahlers Dritter Sinfonie an der Staatsoper. Diese Produktion gab den Ton an für ein Jahr der Reflexion über Neumeiers Vermächtnis. Sein Abschied schließt ein Kapitel der Ballettwelt, zurück bleibt eine Kompanie, die von seiner Vision geprägt ist.
Neumeiers 50-jährige Amtszeit etablierte das Hamburger Ballett als weltweite Führungsgröße. Die Spielzeit 2022/23 würdigt seine Verdienste und blickt zugleich in die Zukunft der Kompanie. Sein Einfluss wird in den Aufführungen und Produktionen, die er hinterlässt, weiter spürbar sein.
