Zeiss streicht bis zu 1.000 Jobs – radikale Umstrukturierung folgt Umsatzrückgang
Luisa BrandtZeiss streicht bis zu 1.000 Jobs – radikale Umstrukturierung folgt Umsatzrückgang
Zeiss kündigt weltweiten Abbau von bis zu 1.000 Stellen an
Der Technologiekonzern Zeiss, einer der führenden deutschen Unternehmen der Branche, hat Pläne bekannt gegeben, weltweit bis zu 1.000 Arbeitsplätze abzubauen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund nachlassender Marktbedingungen und rückläufiger Umsätze. Die Unternehmensführung bezeichnet die Entscheidung als „schwierig, aber notwendig“, um die Zukunft des Konzerns zu sichern.
Die Stellenstreichungen sind Teil eines umfassenden Umstrukturierungsprogramms, das die Profitabilität des Unternehmens steigern soll. Besonders betroffen sind die Sparten Augenheilkunde sowie chirurgische Mikroskope, in denen Zeiss schwächere Ergebnisse verzeichnet. Im frühen Jahr 2026 sank der Umsatz um 5,7 Prozent. Künftig sollen Teile der Produktion in Länder mit niedrigeren Kosten verlagert und unrentable Produktlinien eingestellt werden.
Die Restrukturierung wird voraussichtlich rund 150 Millionen Euro kosten. Zeiss-Vorstandsvorsitzender Andreas Pecher nannte die Einschnitte „schmerzhaft, aber unvermeidbar“, um die langfristige Position des Unternehmens zu sichern. Parallel zur Kostensenkung plant das Unternehmen, die eingesparten Mittel in Wachstumsbereiche und Innovation zu reinvestieren.
Auch die wichtige Tochtergesellschaft Carl Zeiss Meditec führt Maßnahmen durch, um ihre finanzielle Lage zu stärken. Die Umstrukturierung wird sich über die nächsten drei Jahre erstrecken und verschiedene Unternehmensbereiche betreffen.
Mit dem Abbau von bis zu 1.000 Stellen reagiert Zeiss auf wirtschaftliche Herausforderungen. Ziel ist es, die Erträge zu stabilisieren und durch die Veränderungen zukünftige Projekte zu finanzieren. Die Restrukturierung folgt auf eine Phase sinkender Verkäufe und wachsenden Marktdrucks.






