15 May 2026, 20:10

Daimler ruft 200.000 weitere Autos wegen gefährlicher Takata-Airbags zurück

Papier mit mehreren angehefteten Zetteln, auf denen jeweils der Text "Brisker & Shellard's Patent Safety Match" steht.

Daimler ruft 200.000 weitere Autos wegen gefährlicher Takata-Airbags zurück

Daimler erweitert die Rückrufaktion für Fahrzeuge in den USA und Kanada aufgrund defekter Takata-Beifahrerairbags. Von der Ausweitung sind rund 200.000 zusätzliche Autos betroffen. Dies folgt auf eine umfassende Anordnung der US-Behörden, bis zu 40 Millionen weitere Takata-Airbags zurückzurufen – die größte Rückrufaktion in der Geschichte der amerikanischen Automobilbranche.

Das Problem geht auf die Airbag-Gasgeneratoren von Takata zurück, die bei der Auslösung mit zu großer Wucht aktiviert werden können. Dabei können Metallteile in den Fahrzeuginnenraum geschleudert werden und schwere Verletzungen verursachen. Weltweit wurden mindestens elf Todesfälle und Dutzende Verletzungen mit diesem Defekt in Verbindung gebracht.

Takata führt die Ursache auf langfristige Einwirkung von hoher Hitze und Feuchtigkeit zurück. Solche Bedingungen sind in Europa selten, wo bisher keine entsprechenden Vorfälle gemeldet wurden. Dennoch drängt die US-Verkehrsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) auf weitere Maßnahmen.

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Daimler hatte bereits 2015 rund 840.000 Fahrzeuge in den USA wegen defekter Takata-Airbags auf der Fahrerseite zurückgerufen. Damals stellte das Unternehmen 340 Millionen Euro für die Rückrufkosten zurück. Nun wurden für das laufende Geschäftsjahr zusätzliche Mittel im „mittleren dreistelligen Millionenbereich“ bereitgestellt.

Die anhaltenden Rückrufe belasten die Finanzen von Takata stark. Ersatzteile sind weiterhin knapp, was die Reparatur der betroffenen Fahrzeuge erschwert. Die erweiterte Rückrufaktion erhöht die Zahl der Fahrzeuge, die dringend instand gesetzt werden müssen. Daimlers jüngster Schritt bringt die Lösung des langwierigen Sicherheitsproblems einen Schritt näher. Unterdessen kämpft Takata weiterhin mit den finanziellen und logistischen Folgen des weitverbreiteten Defekts.

Quelle