02 April 2026, 22:08

Winterchaos im Berufsverkehr: Wer zahlt bei Verspätungen durch Schnee und Eis?

Eine ruhige, schneebedeckte Straße, gesäumt von Bäumen und Häusern mit minimalem Verkehr.

Winterchaos im Berufsverkehr: Wer zahlt bei Verspätungen durch Schnee und Eis?

Strenger Winterwetter chaotisiert den Berufsverkehr in Deutschland und sorgt für Verspätungen bei Pendlerinnen und Pendlern auf dem Weg zur Arbeit. Minusgrade, Schnee und glatte Straßen erschweren die täglichen Fahrten und zwingen viele, ihre gewohnten Routinen umzustellen. Arbeitgeber und Beschäftigte stehen nun vor Fragen zu Lohnfortzahlung, Pünktlichkeit und Pflichten in dieser schwierigen Phase.

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Extreme Kälte hat vor allem die Schienennetze in Nord- und Ostdeutschland lahmgelegt und zu erheblichen Behinderungen geführt. Ein Güterzugentgleisung bei Elze im Dezember 2025 verschärfte die Lage zusätzlich – die Reparaturarbeiten zogen sich bis Mitte Februar 2026 hin. Für viele Arbeitnehmende gestaltet sich der Weg zur Arbeit dadurch deutlich schwieriger.

Laut Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) in den Paragrafen 275 und 326 sind Arbeitgeber nicht verpflichtet, ausgefallene Arbeitszeit zu vergüten, wenn diese auf unabwendbare Ereignisse zurückzuführen ist. Kann ein Betrieb jedoch wegen äußerer Umstände nicht öffnen, behalten die Beschäftigten ihren Lohnanspruch. Die finanziellen Folgen des Betriebsrisikos müssen dann die Arbeitgeber tragen.

Experten raten Arbeitnehmenden, sich durch frühzeitige Abfahrt und flexible Zeitplanung auf die Widrigkeiten einzustellen. Bei absehbaren Verspätungen sollten sie ihren Arbeitgeber unverzüglich informieren. Wer sich unzureichend auf die winterlichen Bedingungen vorbereitet, muss mit Konsequenzen rechnen: Wiederholte Verspätungen können zu Abmahnungen oder sogar Lohnabzügen für nicht geleistete Stunden führen.

Die aktuellen Winterbedingungen stellen sowohl Beschäftigte als auch Unternehmen vor eine harte Probe. Während es gewisse Lohnschutzregelungen gibt, sind die Arbeitnehmenden gefordert, Störungen so gering wie möglich zu halten. Klare Kommunikation und sorgfältige Planung bleiben entscheidend, um Konflikte in dieser anspruchsvollen Zeit zu vermeiden.

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