Weißstörche in Hessen: Warum ihre Rückkehr zur Gefahr für Strom und Bahn wird
Ella HofmannWeißstörche in Hessen: Warum ihre Rückkehr zur Gefahr für Strom und Bahn wird
Weißstörche sorgen in Hessen für wachsende Sorgen – ihre Zahl nimmt zu
Die Vögel nisten zunehmend auf Strommasten und Bahnanlagen, was sowohl für die Tierwelt als auch für die Infrastruktur Risiken birgt. Besonders betroffen sind die Landkreise Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg und Main-Kinzig, wo in letzter Zeit ein deutlicher Anstieg der Nester verzeichnet wurde.
Die Brutzeit der Weißstörche erstreckt sich von Anfang März bis Ende September. In dieser Phase können ihre großen Nester Strommasten so stark belasten, dass deren Stabilität gefährdet ist. Doch nicht nur die Infrastruktur leidet: Die Vögel selbst sind durch Stromschläge, Kollisionen und mögliche Stromausfälle bedroht, die durch ihre Nistgewohnheiten verursacht werden.
Auch die Deutsche Bahn ist betroffen, da Störche ihre Nester auf Gleisanlagen und Oberleitungen bauen. Diese können den Bahnbetrieb stören und die Sicherheit beeinträchtigen. Als Reaktion entfernen Behörden die Nester von Strommasten und bringen Abschreckungsmittel an, um die Vögel fernzuhalten.
Eine der erprobten Methoden sind windbetriebene Vorrichtungen, die Störche davon abhalten sollen, sich niederzulassen. Die Bahn versucht dabei, Betriebssicherheit und Artenschutz in Einklang zu bringen – schließlich steht der Weißstorch unter Schutz, und die Maßnahmen dürfen ihm nicht schaden.
Durch den Anstieg der Storchpopulationen kommt es vermehrt zu Nestbauten auf kritischer Infrastruktur. Mit Räumungsaktionen und Abschreckungsmethoden soll das Risiko verringert werden, ohne die Tiere zu gefährden. Betreiber beobachten die Lage weiterhin genau, um weitere Störungen in der Strom- und Bahnversorgung zu verhindern.






