Verkehrsunfälle in Baden-Württemberg: Junge und Ältere besonders gefährdet

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Ein Verkehrszeichen mit der Aufschrift "Geschwindigkeit reduzieren Gefahrenzone Schule vor" mit einer Person auf der linken Seite der Straße, Bäumen, Polen, Drähten, einem Haus und dem Himmel im Hintergrund.Admin User

Mehr junge Fahrer sterben auf der Straße - Geschwindigkeitsüberschreitung oft Ursache - Verkehrsunfälle in Baden-Württemberg: Junge und Ältere besonders gefährdet

Verkehrsunfälle in Baden-Württemberg stiegen 2025 drastisch an – junge und ältere Fahrende besonders gefährdet

Im Jahr 2025 nahmen die Verkehrsunfälle in Baden-Württemberg deutlich zu, wobei junge und ältere Autofahrende die höchsten Risiken trugen. Wie aus offiziellen Zahlen hervorgeht, stieg die Zahl der Todesopfer in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen um 19 Prozent, während die Todesfälle bei Senioren sogar um 21 Prozent zunahmen. Als Hauptgründe für diese Entwicklung nennen die Behörden überhöhte Geschwindigkeit, Ablenkung und das Vernachlässigen von Helmen.

2025 kamen 50 junge Fahrende zwischen 18 und 24 Jahren auf den Straßen der Region ums Leben – 19 Prozent mehr als im Vorjahr. In 40 Prozent dieser tödlichen Unfälle spielte Rasen eine Rolle, wobei 17 Todesfälle direkt darauf zurückzuführen waren. Ablenkung trug zu 14 Prozent der Unfälle in dieser Altersgruppe bei. Trotz des Anstiegs der Todesopfer blieb die Gesamtzahl der Unfälle junger Fahrender mit 21.284 jedoch auf dem Niveau der Vorjahre.

In den vergangenen fünf Jahren verzeichnete Baden-Württemberg einen Rückgang der Unfälle mit jungen Fahrenden um 15 Prozent – im Vergleich zu geringeren Rückgängen von 8 Prozent bei der Altersgruppe der 25- bis 49-Jährigen und 5 Prozent bei Senioren. Die Verbesserung führen die Behörden auf strengere Tempolimits und Aufklärungskampagnen zurück. Dennoch warnte Innenminister Thomas Strobl, dass Rasen und Ablenkung weiterhin eine große Gefahr für junge Autofahrende darstellen.

Auch Senioren waren 2025 zunehmend gefährdet: 127 Menschen dieser Altersgruppe starben im Straßenverkehr – ein Anstieg um 21 Prozent gegenüber 2024. Fast ein Viertel der Todesopfer war mit dem Fahrrad oder E-Bike unterwegs. Besorgniserregend ist, dass nahezu die Hälfte der Verunglückten zum Zeitpunkt des Unfalls keinen Helm trug.

Die aktuellen Daten zeigen, dass sowohl junge als auch ältere Verkehrsteilnehmende weiterhin besonderen Risiken ausgesetzt sind. Überhöhte Geschwindigkeit bleibt die häufigste Todesursache bei jungen Fahrenden, während die Helmtragequote bei älteren Radfahrenden nach wie vor kritisch niedrig ist. Angesichts der steigenden Opferzahlen werden die Behörden voraussichtlich weitere Sicherheitsmaßnahmen vorantreiben.