21 March 2026, 18:09

Urteil im Schweizer Mordprozess: War es Notwehr oder kaltblütige Hinrichtung?

Eine Zeichnung auf Papier, die eine Gruppe bewaffneter Menschen vor einem Gebäude mit Text zeigt, beschriftet mit "New York - Die Aufständischen schleifen Col. O'Briens Leiche durch die Straße" unten.

Urteil im Schweizer Mordprozess: War es Notwehr oder kaltblütige Hinrichtung?

Ein Schweizer Gericht wird am Mittwoch sein Urteil im Prozess gegen einen 51-jährigen Mann fällen, der beschuldigt wird, seinen Geschäftspartner im April 2023 erschossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat eine 15-jährige Haftstrafe gefordert und die Tat als vorsätzliche, hinrichtungsartige Tötung bezeichnet. Die Verteidigung hingegen bestreitet eine geplante Tat und plädiert für ein milderes Strafmaß.

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Der Vorfall ereignete sich während eines erbitterten Streits über finanzielle Angelegenheiten, darunter Auslandsinvestitionen und unbezahlte Schulden. Der Angeklagte behauptet, er habe in einer "Kurzschlussreaktion" nach einem langen Wortgefecht impulsiv gehandelt. Sein Anwalt argumentierte, der Vorwurf des Mordes treffe nicht zu, da sein Mandant weder grausam noch mit Vorsatz gehandelt habe.

Die Staatsanwaltschaft wies diese Darstellung zurück: Das Opfer sei dreimal erschossen worden, wobei der letzte Schuss direkt in den Kopf abgegeben worden sei. Die Tat werde als kaltblütige Hinrichtung und nicht als Unfall oder Notwehr gewertet. Das Gericht lehnte schließlich den Antrag des Anwalts der Opferfamilie ab, die Anklage fallen zu lassen und stattdessen wegen Mordes statt wegen vorsätzlicher Tötung anzuklagen.

Die Verteidigung schlug eine fünfjährige Strafe wegen vorsätzlicher Tötung vor, während die Familie des Opfers auf einer Verurteilung wegen Mordes bestand. Die Staatsanwaltschaft hielt an ihrer Forderung nach 15 Jahren fest und betonte den gezielten Charakter der Tat.

Im Mittelpunkt des Prozesses stand die Frage, ob es sich um eine spontane Handlung oder eine geplante Hinrichtung handelte. Nach den Plädoyers wird das Gericht am Mittwochnachmittag sein Urteil verkünden. Die Entscheidung wird über die Schwere der Strafe und die rechtliche Einordnung des Verbrechens entscheiden.

Quelle