06 April 2026, 22:08

Traditionsapotheke in Berlin-Britz schließt nach 15 Jahren für immer ihre Türen

Apothekenladen mit einem Fahrzeug davor und einem Gebäude in der linken Ecke.

Traditionsapotheke in Berlin-Britz schließt nach 15 Jahren für immer ihre Türen

Die Farma-Plus-Apotheke im Berliner Stadtteil Britz hat endgültig geschlossen. Die Schließung erfolgte im Januar, seitdem stehen die Räumlichkeiten leer. Trotz stabiler Kundenzahlen konnte der Betrieb den wachsenden finanziellen Druck nicht länger standhalten.

Seit 2009 versorgte die Apotheke unter dem Namen Farma-Plus die Anwohner des Viertels. Inhaber Holger Thomas entschied sich zur Schließung, nachdem die Miete unerschwinglich geworden war. Eine drastische Mieterhöhung in Kombination mit ungelösten Nachfolgeplänen in einer nahegelegenen Arztpraxis machten die Weiterführung unmöglich.

Steigende Fixkosten und Veränderungen im lokalen Gesundheitswesen verschärften die Situation. Auch die verzögerten Erhöhungen der Apothekenvergütungen durch die Koalitionsregierung trugen dazu bei. Obwohl das Geschäft gut lief, zwang die wirtschaftliche Belastung Thomas, sich auf seine zweite Apotheke in einem nahegelegenen Einkaufszentrum zu konzentrieren.

Sämtliche Mitarbeiter der Britzer Filiale haben inzwischen neue Stellen gefunden. Die Schließung reiht sich in einen bundesweiten Trend ein: Viele Apotheken in Deutschland mussten zu Jahresbeginn wegen schrumpfender Gewinne dichtmachen.

Für die Anwohner bleibt nun keine Apotheke mehr vor Ort. Thomas wird sich künftig auf seinen verbleibenden Standort konzentrieren, wo die Geschäfte stabil laufen. Die leeren Räume markieren das Ende eines langjährigen Gemeinschaftsdienstes im Stadtteil.

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