19 April 2026, 06:08

Thyssenkrupp in der Krise: Ölpreise treiben Kosten hoch und Aktie in den Keller

Eine Liniengrafik, die Trends in der US-Öl/Petroleumproduktion, -importen und -exporten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Thyssenkrupp in der Krise: Ölpreise treiben Kosten hoch und Aktie in den Keller

Steigende Ölpreise setzen deutsche Industrie schwer zu – Thyssenkrupp kämpft mit explodierenden Kosten und Kursverlusten

Die hohen Ölpreise belasten die deutsche Industrie massiv: Thyssenkrupp leidet unter stark gestiegenen Produktionskosten und einem deutlichen Wertverfall seiner Aktie. Innerhalb von nur 30 Tagen ist der Kurs um fast ein Drittel eingebrochen und hat ein neues 52-Wochen-Tief erreicht. Unterdessen bereitet die Bundesregierung Maßnahmen vor, um die Treibstoffkosten zu entlasten.

In den vergangenen Wochen sind die Ölpreise rasant gestiegen: Der Preis für Rohöl der OPEC kletterte auf rund 143 US-Dollar pro Barrel, auch Brent-Öl verteuerte sich deutlich auf etwa 113 Dollar. Der Preisschub treibt die Produktionskosten für Industrieunternehmen wie Thyssenkrupp in die Höhe – die Aktie des Konzerns notiert derzeit bei 7,46 Euro, ein Rückgang um 44 Prozent gegenüber dem Höchststand von 13,24 Euro im Oktober.

Doch die Probleme des Unternehmens beschränken sich nicht auf die Kosten: Das französische Werk drosselt die Produktion weiter und begründet dies mit der Konkurrenz durch günstigere Importe. Analysten warnen, dass die Aktie von Thyssenkrupp weiter unter Druck bleiben wird, sofern die Ölpreise nicht sinken und sich die Importlage nicht entspannt.

Als Reaktion auf die Krise arbeitet die Bundesregierung an einem "Entlastungspaket für Spritpreise". Zudem sollen die nationalen Ölreserven angezapft werden, um die Versorgung zu stabilisieren. Bundeskanzler Friedrich Merz stellte außerdem den gesetzlich festgelegten Kohleausstieg bis 2038 infrage und deutete an, dass eine Neubewertung notwendig sein könnte.

Die finanzielle Belastung von Thyssenkrupp spiegelt die größeren wirtschaftlichen Herausforderungen wider, denen sich Deutschland bei anhaltend hohen Energiepreisen gegenübersieht. Die geplanten Entlastungsmaßnahmen der Regierung zielen darauf ab, die Treibstoffkosten zu senken – doch ob sich damit die Lage der Industrie und der Aktienmärkte verbessert, hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Ölpreise ab. Bis auf Weiteres bleibt das Unternehmen in unsicheren Fahrwassern, während die Marktbedingungen schwächeln.

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