Südbrandenburg kämpft mit kreativen Jobmessen gegen Fachkräftemangel und Kohleausstieg

Admin User
2 Min.
Eisenbahnschienen mit Gras daneben, Laternenpfähle, Züge im Hintergrund, eine Hütte und Bäume unter einem bewölkten Himmel.Admin User

Job-Dating im Riesenrad: Lausitz sucht Rückkehrer - Südbrandenburg kämpft mit kreativen Jobmessen gegen Fachkräftemangel und Kohleausstieg

Südbrandenburg wirbt mit Veranstaltungsreihe um Neuzuzüger und ehemalige Einwohner

Zwischen Weihnachten und Neujahr locken Städte wie Cottbus, Guben und Herzberg mit Jobmessen, Beratungsangeboten und Netzwerkveranstaltungen. Hintergrund ist der Fachkräftemangel in der Lausitz, die sich im Strukturwandel vom Braunkohleabbau befindet.

Am 27. Dezember richtete Cottbus im Rahmen des BOOMTOWN Rückkehrertags den „Weihnachtsmarkt der 1.000 Jobs“ aus. Von 13:00 bis 17:00 Uhr präsentierten auf dem Altmarkt regionale Arbeitgeber und Netzwerke offene Stellen – selbst ein Riesenrad diente als Kulisse für Bewerbungs-Speed-Datings. Mit dabei war unter anderem das lokale Unternehmen pyropower.

Ebenfalls am 27. Dezember bot die Initiative „Comeback Elbe-Elster“ in Herzberg individuelle Beratungen für alle an, die einen Umzug in den Landkreis erwägen. Zwei Tage später, am 29. Dezember, folgte Guben mit einem eigenen „Heimkehrertag“. Unterstützt werden die Veranstaltungen vom brandenburgischen „Ankommen“-Netzwerk, das Zuwanderern und Rückkehrern den Start im ländlichen Raum erleichtert – etwa bei der Suche nach Wohnraum, Arbeitsplätzen oder Kinderbetreuung. Die Aktionen spiegeln die Bemühungen der Lausitz wider, nach dem geplanten Kohleausstieg die Fachkräftebasis neu aufzubauen.

Die Kampagne in der Vorweihnachtszeit richtet sich gleichermaßen an qualifizierte Fachkräfte wie an ehemalige Einwohner der Region. Durch Beratung, Jobmessen und Vernetzung sollen Umzüge erleichtert und lokale Arbeitsmarktlücken geschlossen werden. Die Veranstalter hoffen, so langfristig neue Bewohner für die Region zu gewinnen.