11 April 2026, 02:08

Strompreise steigen weiter: Warum Gas und Geopolitik Haushalte belasten

Liniengraph, der den Trend der US-Stromenergieverbrauch von 2021 bis 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Strompreise steigen weiter: Warum Gas und Geopolitik Haushalte belasten

Strompreise in Deutschland steigen weiter – Gaspreise treiben die Kosten in die Höhe

Die Stromkosten in Deutschland sind erneut gestiegen, wobei die Gaspreise eine zentrale Rolle spielen. Neukunden mussten im März höhere Tarife zahlen, was die Belastung für Haushalte weiter erhöht. Die anhaltende Energiekrise wird zudem durch geopolitische Spannungen verschärft, darunter der Konflikt im Iran, der die Gaspreise zusätzlich in die Höhe getrieben hat.

An den Großhandelsmärkten kam es Anfang März zu dramatischen Preisschwankungen mit plötzlichen Ausschlägen nach oben und unten. Diese Volatilität schlug sich auf die Endkundenpreise nieder und ließ Verbrauchern kaum Spielraum für Entlastung. Besonders betroffen waren Haushalte mit Elektroautos (E-Autos), intelligenten Stromzählern und flexiblen Tarifen: Hier stiegen die durchschnittlichen Kosten im Vergleich zum Februar um etwa 3 Prozent.

Daten des Energieanbieters Tibber zeigen, wie Haushalte auf die schwankenden Preise reagiert haben. Die effizientesten Verbraucher – die besten 25 Prozent – senkten ihre Stromkosten um fast 7 Prozent, indem sie ihre Ladezeiten anpassten. Viele nutzten die günstigeren Tarife in den frühen Morgenstunden: Die Aktivität beim Aufladen von E-Autos erreichte zwischen 4 und 6 Uhr ihren Höhepunkt. Gleichzeitig ging das Laden am Abend im Vergleich zum Vormonat zurück.

Auch Solarstrom machte einen Unterschied. 2025 zahlten die besten 10 Prozent der Tibber-Kunden mit sowohl Solaranlage als auch E-Auto im Schnitt 22 Cent pro Kilowattstunde. Haushalte mit E-Auto, aber ohne Solarstrom mussten dagegen 26 Cent berappen – rund 18 Prozent mehr. Inzwischen kombinieren etwa drei Viertel der Haushalte in Tibbers Datensatz E-Autos mit Solarstrom, ein klarer Trend hin zu mehr Energieunabhängigkeit.

Edgeir Aksnes, globaler CEO und Mitgründer von Tibber, hinterfragte die anhaltende Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Brennstoffen. Trotz des Ausbaus erneuerbarer Energien und intelligenter Lösungen bleibe Gas ein dominierender Faktor bei der Strompreisbildung.

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Die aktuellen Daten bestätigen, dass flexibler Energieverbrauch und Solarstrom die Auswirkungen steigender Kosten abfedern können. Haushalte mit E-Autos und intelligenten Ladesystemen gelang es, die Preiserhöhungen zu begrenzen, während andere mit deutlich höheren Rechnungen konfrontiert sind. Angesichts der weiterhin volatilen Gaspreise und anhaltender geopolitischer Risiken dürfte der Druck auf den deutschen Strommarkt vorerst nicht nachlassen.

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