07 April 2026, 16:09

Steigende Autobesitz-Kosten treiben Kunden in freie Werkstätten statt zu Marken-Servicestellen

Schwarz-weißes technisches Zeichnung eines Zahnrad-gefüllten frühen Automobildes auf altem Papier mit handschriftlichen Anmerkungen.

Steigende Autobesitz-Kosten treiben Kunden in freie Werkstätten statt zu Marken-Servicestellen

Steigende Kosten für Autobesitz treiben Kunden in freie Werkstätten statt zu Marken-Servicestellen

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 48,3 Prozent der Autohalter deutlich höhere Ausgaben zu verkraften haben – mit Auswirkungen auf ihre Kaufentscheidungen und Markentreue. Gleichzeitig setzen Branchenführer verstärkt auf Aftersales-Dienstleistungen, um Kunden zu binden und die Umsätze zu stabilisieren.

Verändertes Kundenverhalten zwingt Händler zum Umdenken Die Verschiebung im Konsumverhalten veranlasst Autohäuser, ihre Strategien zu überprüfen. Imelda Labbé, Präsidentin des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), betont, dass viele Unternehmen das Potenzial im Aftersales-Bereich noch nicht ausreichend nutzen. Gerade hier liege jedoch die Chance, langfristige Geschäftsbeziehungen zu sichern.

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Kai Vogler, Vertriebs- und Marketingvorstand der Volkswagen Financial Services (VWFS), unterstreicht die Bedeutung von Aftersales, um insbesondere Gebrauchtwagenkäufer an die Marke zu binden. Seine Aussagen spiegeln einen Branchentrend wider: Während Neuwagenverkäufe schwanken, entwickeln sich Service und Reparaturen für Händler zunehmend zum stabilen Einnahmefaktor.

Digitale Lösungen und Innovation als Erfolgsfaktoren Einige Unternehmen setzen bereits auf digitale Ansätze. Die Kunzmann Gruppe nutzt intelligente Technologien für Online-Terminbuchungen und die Vorab-Bewertung von Reparaturaufträgen. Die Bobrink Gruppe geht ebenfalls innovative Wege und generiert mit einer bundesweiten Social-Media-Kampagne wöchentlich rund 200 Kundenanfragen.

Künstliche Intelligenz (KI) gewinnt zudem an Bedeutung, um finanzielle Prozesse in der Branche effizienter zu gestalten. Auf einer aktuellen Veranstaltung präsentierte Paul Beer, Leiter der digitalen Aftersales-Dienste bei Emil Frey Digital, die "INSiDE Workbench". Das System dokumentiert jeden Schritt eines Werkstattbesuchs, beseitigt Ineffizienzen und sorgt für reibungslosere Abläufe.

Regionale Ausrichtung als Schlüssel zum Erfolg Andere Unternehmen setzen auf lokale Stärken. Peter Schäfer, Geschäftsführer von KreuterMedeleSchäfer, konzentriert sich auf den regionalen Vertrieb und Werkstattservice, um in einem hart umkämpften Markt die Kundenbindung zu halten.

Aftersales wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor Angesichts der gestiegenen Kosten für fast die Hälfte aller Autohalter gewinnt der Aftersales-Bereich weiter an Gewicht. Händler, die in digitale Tools und Kundenbindungsstrategien investieren, könnten sich im sich wandelnden Markt einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Letztlich wird die Anpassungsfähigkeit darüber entscheiden, welche Unternehmen in den kommenden Jahren erfolgreich bleiben.

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