07 April 2026, 18:11

PKV-Verband kritisiert geplante Apothekenreformen trotz partieller Zustimmung

Blauer Hintergrund mit weisser Schrift und Logo mit der Aufschrift "19 Millionen Amerikaner werden geschätzt 400 USD pro Jahr an Arzneikosten sparen."

PKV-Verband kritisiert geplante Apothekenreformen trotz partieller Zustimmung

Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) hat Stellung zu den jüngsten Gesundheitsreformplänen der Regierung bezogen. Zwar unterstützt der Verband einige der vorgeschlagenen Maßnahmen, äußert jedoch Bedenken hinsichtlich der Ausweitung von Apothekendienstleistungen ohne klare Nachweise über deren Nutzen. Der Entwurf des Apothekenversorgungsweiterentwicklungsgesetzes (ApoVWG) zielt darauf ab, Apotheken eine größere Rolle in der Prävention und Früherkennung von Erkrankungen einzuräumen.

Der PKV-Verband begrüßte Teile der neuen Initiative, darunter Pläne für eine einmalige Notfallabgabe von Langzeitmedikamenten ohne Rezept in dringenden Fällen. Zudem unterstützte er Bestrebungen, Apotheker als zentrale Akteure im Gesundheitswesen zu stärken. Gleichzeitig wies der Verband darauf hin, dass die bereits bestehenden pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL), die mit dem Versorgungsstärkungsgesetz (VOASG) eingeführt wurden, bisher kaum genutzt würden.

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Kritik übte der Verband am Entwurf, da dieser neue Leistungen vorsieht, ohne dass ein nachweislicher Patientenbedarf oder konkrete Vorteile belegt seien. Zudem stellte er infrage, ob Beratungen zu Verhaltensrisiken wie Rauchen oder Ernährung einen echten Mehrwert für Patienten bieten. Ein weiterer Streitpunkt ist die Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente in Notfällen – hier warnte der Verband davor, die Verschreibungshoheit der Ärzte vorschnell zu ändern, ohne die Folgen sorgfältig zu prüfen.

Bei der Finanzierung forderte der PKV-Verband ein neues System, da das aktuelle Modell die Apothekendienstleistungen nicht ausreichend unterstütze. Zudem setzte er sich für gesetzliche Änderungen ein, die es privaten Versicherern ermöglichen, diese Leistungen einzeln abzurechnen. Bevor das Gesetz ausgeweitet wird, bestehe der Verband auf eine Evaluation, wie gut die bestehenden Angebote tatsächlich funktionieren.

Die Stellungnahme des PKV-Verbands zeigt somit eine ambivalente Haltung zu den geplanten Apothekenreformen: Einerseits wird die Stärkung der Apotheker in Notfällen und Prävention befürwortet, andererseits werden klarere Nachweise für den Patientennutzen gefordert. Zudem betont der Verband, dass vor einer gesetzlichen Umsetzung bessere Finanzierungs- und Abrechnungsregeln notwendig seien.

Quelle