27 April 2026, 10:10

Schneider fordert Tempo bei Energiewende trotz Wirtschaftskrise und kritisiert Lufthansa

Plakat zur Ankündigung einer Luftschau in München am 25. August 1935, das Flugzeuge am Himmel zeigt.

Schneider fordert Tempo bei Energiewende trotz Wirtschaftskrise und kritisiert Lufthansa

Umweltminister Schneider hat gewarnt, dass die aktuelle wirtschaftliche Abkühlung einen schweren Schlag für das Wachstum darstellt. Er betonte, dass die Krise zu schnellerem Handeln im Bereich erneuerbarer Energien drängen müsse – statt zu Verzögerungen oder einem Rückgriff auf alte Lösungen.

Die Regierung konzentriert sich nun darauf, die Schäden zu begrenzen, darunter die Verhinderung eines Anstiegs der Arbeitslosigkeit. Schneider machte jedoch deutlich, dass öffentliche Mittel allein nicht alle Probleme der Unternehmen lösen können.

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Zur Energiewende erklärte Schneider, dass Tempo oberste Priorität habe. Zwar sei Bezahlbarkeit wichtig, doch warnte er, dass das Warten auf günstigere Alternativen die Krise nur verschärfen werde. Die Lehre aus dem Iran-Konflikt sei, die erneuerbaren Energien so schnell wie möglich auszubauen.

Er lehnte die Forderungen der Luftfahrtbranche nach Steuererleichterungen für Kerosin oder einer Aussetzung des Emissionshandels entschieden ab. Die Airlines müssten stattdessen auf nachhaltige Kraftstoffe umsteigen, anstatt davon auszugehen, dass fossile Brennstoffe weiterhin eine Zukunft hätten. Besonders die Lufthansa kritisierte er für ihre zögerliche Haltung in dieser Hinsicht.

Zudem stellte Schneider infrage, ob die von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche vorgeschlagenen Reformen tatsächlich wie geplant umgesetzt werden. Ohne schnellere Fortschritte drohe das Land weiter hinter seinen Klimazielen zurückzubleiben, warnte er.

Die Äußerungen des Ministers deuten auf einen dringenden Kurswechsel in der Energie- und Verkehrspolitik hin. Die Airlines stehen unter Druck, auf grüne Kraftstoffe umzusteigen, während die Regierung Arbeitsplatzverluste verhindern will, ohne sich allein auf staatliche Finanzhilfen zu stützen. Nun wird sich zeigen, ob Wirtschaft und Politik diesen Forderungen nachkommen.

Quelle