Sabotage an der Rheintalbahn: Betonplatten und Kabel stoppen ICE-Verkehr
Luisa BrandtSabotage an der Rheintalbahn: Betonplatten und Kabel stoppen ICE-Verkehr
Unbekannte Täter haben den Zugverkehr auf der Rheintalbahn bei Willstätt lahmgelegt, nachdem sie Betonplatten und ein Kabel auf den Gleisen platziert hatten. Durch die Sabotage durchtrennte ein herannahender ICE-Hochgeschwindigkeitszug das Kabel, woraufhin sich die Schranken eines Bahnübergangs in geschlossener Position verklemmten. Die Behörden haben inzwischen Ermittlungen wegen der vorsätzlichen Störung eingeleitet.
Der Vorfall begann, als die Betonplatten und das Kabel gezielt auf der Strecke platziert wurden. Der heranrasende ICE fuhr über das Hindernis, durchtrennte dabei das Kabel und blockierte die Schrankenanlage des Bahnübergangs. In der Folge musste der Zugverkehr vorübergehend eingestellt werden, was zu geringfügigen Verspätungen für die Fahrgäste führte.
Die Bundespolizei hat die Ermittlungen übernommen; die Inspektion Offenburg leitet die Untersuchungen. Die Beamten untersuchen derzeit den Tatort, um das Ausmaß der Schäden zu klären und die Verantwortlichen zu identifizieren. In den vergangenen fünf Jahren wurden in Deutschland jährlich zwischen 40 und 50 Fälle von vorsätzlicher Bahn-Sabotage registriert – besonders betroffen sind Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Häufig handelt es sich dabei um Kabelbrände oder Gleisblockaden durch unbekannte Personen.
Die Sabotage hat eine umfassende Untersuchung der Bundespolizei ausgelöst. Während die finanziellen Folgen der Schäden noch bewertet werden, unterstreicht der Vorfall die anhaltenden Risiken für die Bahninfrastruktur. Der Zugverkehr wurde inzwischen wieder aufgenommen, doch die Behörden beobachten die Lage weiterhin genau.






