RTL streicht 600 Jobs – und beerdigt eine Ära der Morgensendungen

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Ein Messestand für Tekmax Telecom mit einer großen Wandanzeige, einem Tisch mit Flaschen und Gegenständen, zwei Fernsehern, Texttafeln, Deckenleuchten und einigen stehenden und sitzenden Personen.Admin User

"Schweres Herz" wegen Kündigung bei RTL - RTL streicht 600 Jobs – und beerdigt eine Ära der Morgensendungen

RTL Deutschland streicht rund 600 Stellen im Rahmen umfangreicher Programmreformen. Betroffen ist auch Moderatorin Annett Möller, die seit 2022 die Morgensendungen mitgestaltet hat. Der Sender stellt mehrere langjährige Formate ein – für viele Mitarbeiter bedeutet das eine ungewisse Zukunft.

Die Frühsendungen „Punkt 6“, „Punkt 7“ und „Punkt 8“ werden im Mai eingestellt und durch ein neues, gemeinsames Format mit ntv ersetzt. Möller, 47, hat noch vier Drehwochen vor der letzten Ausgabe vor sich. Die plötzliche Wende traf sie unerwartet: „Eines Tages wird man gefeiert, am nächsten entlassen“, sagte sie offen.

Über ein Drittel der Stellenstreichungen betrifft die RTL-Nachrichtenredaktion. Viele Kollegen stehen nun vor der Herausforderung, sich neu zu orientieren oder beruflich umzusatteln. Auch Möller selbst weiß noch nicht, wie es für sie weitergeht – doch sie erkennt, dass sich das Fernsehen rasant verändert. Bis dahin will sie die verbleibende Zeit mit ihrem Co-Moderator Simon Beeck genießen.

Das Aus für RTLs Morgensendungen markiert das Ende einer Ära – für Möller und Hunderte andere. Ohne konkrete Anschlusspläne reiht sie sich ein in die Zahl der Medienprofis, die sich in einer umbrukchsreichen Branche neu erfinden müssen. Das neue gemeinsame Format mit ntv soll nach den letzten Ausstrahlungen im Mai an den Start gehen.