Robin Mesarosch will SPD in Baden-Württemberg mit Social-Media-Power reformieren
Noah FrankeSPD-Politiker Mesarosch wird nach Eklat Staatschef - Robin Mesarosch will SPD in Baden-Württemberg mit Social-Media-Power reformieren
Robin Mesarosch, ein 34-jähriger SPD-Politiker aus Sigmaringen, hat seine Kandidatur für den Vorsitz der baden-württembergischen SPD bekannt gegeben. Seine Bewerbung folgt auf das enttäuschende Abschneiden der Partei bei der jüngsten Landtagswahl, bei der sie nur 5,5 Prozent der Stimmen holte. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete machte seine Absichten in einem Instagram-Video deutlich und forderte einen Neuanfang für die Partei.
Mesarosch saß von 2021 bis 2025 im Bundestag und baute in dieser Zeit eine Social-Media-Gemeinde von 121.000 Followern auf – mehr als die SPD-Co-Vorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas. Besonders bekannt wurde er nach der Landtagswahl, als ein viraler Instagram-Monolog die Wahlkampfstrategie der Partei und den scheidenden Landesgeschäftsführer Sascha Binder kritisierte.
Er ist der erste Bewerber, der sich nach dem Rücktritt des früheren SPD-Landeschefs Andreas Stoch für den Posten meldet. Mesarosch hat drei Schwerpunkte für einen Wandel benannt: eine klarere inhaltliche Ausrichtung der Partei, mehr Mitsprache für die Mitglieder sowie eine bessere interne und externe Kommunikation.
In seiner Ankündigung rief er die SPD dazu auf, mit alten Mustern zu brechen und "etwas anders zu machen". Seine Kandidatur fällt in eine Phase, in der die Partei nach dem deutlichen Wählerverlust ihre Strategie überdenkt.
Der innerparteiliche Führungsstreit wird über die künftige Ausrichtung der SPD in Baden-Württemberg entscheiden. Mesaroschs Einfluss in den sozialen Medien und seine Reformforderungen könnten die Art und Weise verändern, wie die Partei mit den Wählern in Kontakt tritt. Gleichzeitig wird sich zeigen, ob seine Vorschläge bei Mitgliedern und Funktionären auf Zustimmung stoßen.






