12 April 2026, 02:10

Rettungsdeal für Domo in Leuna gibt Ostdeutschlands Chemieindustrie Hoffnung

Eine Liniengrafik, die die Trends bei der US-Öl/Petroleumproduktion, -importen und -exporten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Rettungsdeal für Domo in Leuna gibt Ostdeutschlands Chemieindustrie Hoffnung

Ein möglicher Rettungsdeal für den insolventen Chemiekonzern Domo in Leuna gibt der kämpfenden Industrie Ostdeutschlands ein seltenes positives Signal. Der Sektor, in dem rund 63.000 Menschen beschäftigt sind, verzeichnet seit Jahren steigende Arbeitsplatzverluste und rückläufige Produktion. Nun könnte eine gemeinsame Übernahme durch InfraLeuna und Leuna-Harze die Zukunft zweier wichtiger Tochtergesellschaften sichern.

Die chemische und pharmazeutische Industrie in Ostdeutschland erzielte 2025 einen Umsatz von etwa 28,5 Milliarden Euro. Dennoch schrumpfte die traditionelle Chemieproduktion im gleichen Zeitraum um rund drei Prozent. Die Auslastung der Kapazitäten lag im Schnitt bei nur 72 Prozent – ein Zeichen für die anhaltenden Herausforderungen.

Hohe Energiekosten, teure Rohstoffe und strenge Regulierungen belasten die Unternehmen. Zudem macht der internationale Wettbewerb, insbesondere aus Asien, ihnen schwer zu schaffen: Mittlerweile stammen etwa zwei Drittel der essenziellen chemischen Vorprodukte und Wirkstoffe aus dem Ausland. Nur jedes zehnte Unternehmen rechnet in naher Zukunft mit einer Besserung der Lage.

Vor diesem Hintergrund sticht der geplante Rettungsversuch für Domo hervor. Sollte der Deal unter Dach und Fach gebracht werden, würden der Standortbetreiber InfraLeuna und Leuna-Harze die insolventen Tochtergesellschaften übernehmen. Zwar weckt der Schritt vorsichtigen Optimismus, doch der gesamte Industriezweig bleibt unter Druck.

Die mögliche Übernahme der Domo-Tochtergesellschaften bietet eine Überlebenschance für Arbeitsplätze und Produktion in Leuna. Doch die chemische Industrie Ostdeutschlands insgesamt hat weiterhin mit hohen Kosten, schwacher Nachfrage und starker ausländischer Konkurrenz zu kämpfen. Die Lage bleibt vorerst schwierig – von einer breiteren Erholung ist wenig zu spüren.

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